Heiliger Josef kommt in alle Hochgebete

Vatikanstadt (DT/KNA) Im eucharistischen Hochgebet der Messe soll künftig in allen Versionen der heilige Josef genannt werden. Die Kongregation für Gottesdienst- und Sakramentenordnung verfügte in einem am Mittwoch veröffentlichten Erlass, dass der Name des Nährvaters Jesu auch im zweiten, dritten und vierten Kanon-Gebet nach Maria genannt werden solle. Bislang war dies nur im ersten der Fall. Die eucharistischen Gebete werden jeweils um den Einschub „mit dem seligen Josef, ihrem Bräutigam“ ergänzt. Zunächst gilt die erweiterte Fassung nur für die lateinische Version des Messbuchs von 1970. Die Kongregation kündigte jedoch autorisierte Übersetzungen ins Deutsche und weitere Sprachen an. Mit der Einfügung des heiligen Josef trage die Kongregation den „vielen frommen schriftlichen Wünschen“ Rechnung, die den emeritierten Papst aus allen Teilen der Welt erreicht hätten, heißt es in dem Erlass. Papst Franziskus habe die von seinem Vorgänger gebilligte Einfügung bestätigt. In der Kirche hätten die Gläubigen schon immer eine „ununterbrochene Verehrung des heiligen Josef gezeigt“, so die Begründung. Der ergänzte Passus im zweiten Hochgebet lautet: „Vater, erbarme dich über uns alle, damit uns das ewige Leben zuteil wird in der Gemeinschaft mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, mit dem seligen Josef, ihrem Bräutigam, mit deinen Aposteln und mit allen, die bei dir Gnade gefunden haben von Anbeginn der Welt, dass wir dich loben und preisen durch deinen Sohn Jesus Christus.“