Genn: Umstrukturierung in Münster geglückt

Essen (DT/KNA) Münsters Bischof Felix Genn hat eine positive Bilanz der Umstrukturierung seiner Diözese gezogen. Der Umbau verlaufe anders als in seinem früheren Bistum Essen „relativ geräuschlos“, sagte Genn im Interview der „Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung“ (NRZ) am Mittwoch in Essen. In Münster gebe es „einen gewissen finanziellen Puffer, so dass wir letztlich so lange reden können, bis wir uns einig sind“. Genn ist seit 2009 Bischof in Münster. Zuvor hatte er von 2003 an das Bistum Essen geleitet. Das Ruhrbistum war eine der ersten Diözesen in Deutschland, die eine tiefgreifende Gemeindereform durchführten. Für das Bistum Münster sei auch ein inhaltlicher Plan entworfen worden, wie die neuen Strukturen mit Leben gefüllt werden könnten, so Genn. Zudem habe er einige Grundentscheidungen für die ländliche Region getroffen. So werde keine Kirche in einem Dorf geschlossen. Die Strukturreform sei fast überall geglückt. Lediglich in den drei Orten Rheinhausen, Dorsten und Hamm bestehe noch Klärungsbedarf. „Aber das ist auch nicht so schlimm, denn im Moment haben wir noch etwas Zeit“, so Genn. Die zu schließenden Gotteshäuser seien wie im Bistum Essen fast alle 40 bis 50 Jahre und nur einige auch 100 Jahre alt. Die Zahl der Gemeinden wurde durch Fusionen in den zurückliegenden 15 Jahren von 689 auf derzeit gut 300 reduziert.