Gänswein: Papst Benedikt hat Grabstelle im Testament festgelegt

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat nach den Worten seines Privatsekretärs, Erzbischof Georg Gänswein, testamentarisch verfügt, wo er beerdigt werden möchte.

Papst Benedikt und Georg Gänswein
Papst em. Benedikt XVI. und sein Privatsekretär Georg Gänswein. Foto: Claudio Peri/ANSA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Claudio Peri (ANSA)

Wie die Illustrierte „Bunte“ berichtet, hat der emeritierte Papst Benedikt in seinem Testament verfügt, wo seine Grabstätte liegen soll. Zu Einzelheiten gab der Privatsekretär Benedikts, Erzbischof Georg Gänswein, keine Auskunft. Allerdings erinnerte der Erzbischof daran, dass der Papst als Bischof von Rom „in der Regel in Rom beigesetzt“ werde. Sehr viele Päpste hätten ihre letzte Ruhe im Petersdom gefunden. Benedikt XVI. lebe seit 1982 in der Ewigen Stadt. An keinem anderen Ort habe er so viele Jahre seines Lebens zugebracht.

Als „haltlos, völlig aus der Luft gegriffen“ wies Gänswein Spekulationen zurück, dass Benedikt im Sterben liege. Der emeritierte Papst habe vor kurzem wissen lassen, dass er sich innerlich auf der „Reise nach Hause“ befinde. Das sei kein Alarmzeichen gewesen, wie manche es aufgeregt interpretiert hätten. Vielmehr habe es sich um einen Hinweis gehandelt, dass der Tod kein Tabu sei, sondern zum Leben gehöre. Sich darauf vorzubereiten, sei Ausdruck christlichen Glaubens. „Auch ein Papst muss eines Tages vor Gottes Richterstuhl treten.“

Benedikt sei aber aktuell „geistig hellwach“, sagte Gänswein. Es dürfe nicht vergessen werden, dass er in Kürze 91 Jahre alt werde. Seine Kräfte ließen nach, mit dem Gehen sei es schwieriger geworden. Doch mit Hilfe seines Rollators könne er sich selbstständig bewegen. Sein Tagesprogramm habe der emeritierte Papst reduziert. Nach wie vor mache er mit ihm jeden Nachmittag einen kleinen Spaziergang in den Vatikanischen Gärten, erzählte der Erzbischof.

KNA / jbj