Franziskus ehrt zwei Dorfpfarrer mit Besuch

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Franziskus pilgert am 20. Juni zu den Gräbern zweier Dorfpfarrer, die sich um Friedens- und Bildungsarbeit verdient gemacht haben. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten Programm ist für die Reise in die norditalienischen Orte Bozzolo und Barbiana ein Vormittag vorgesehen. Es handele sich um einen „privaten und nichtöffentlichen“ Besuch, so der Vatikan. Mit der Pilgerfahrt will der Papst Primo Mazzolari (1890–1959) und Lorenzo Milani (1923–1967) ehren. Mazzolari, seit 1932 Pfarrer von Bozzolo bei Mantua, übte 1925 Widerstand gegen Italiens Faschisten und nahm ab 1943 aktiv am Partisanenkampf teil. In den fünfziger Jahren trat er für Rechte sozial Benachteiligter ein und wandte sich gegen das Konzept eines „gerechten Kriegs“. Der aus Florenz stammende Milani trat besonders für die Bildung armer Schichten ein. In Barbiana unternahm er Versuche mit einer Ganztagsschule, um den Kindern der verstreuten Berghöfe Unterricht zu ermöglichen.

Laut dem Programm fliegt Franziskus am Morgen des 20. Juni mit dem Hubschrauber nach Bozzolo, wo er von Bischof Antonio Napolioni von Cremona und vom Ortsbürgermeister empfangen wird. Nach einem Gebet am Grab Mazzolaris in der Pfarrkirche will der Papst zur örtlichen Bevölkerung sprechen. Eineinhalb Stunden nach der Ankunft reist das Kirchenoberhaupt weiter nach Barbiana nahe Florenz. Dort wird er vom Bürgermeister und vom Florentiner Kardinal Giuseppe Betori willkommen geheißen. Nach einem Besuch auf dem Friedhof trifft Franziskus mit früheren Schülern Milanis zusammen und besucht das Pfarrhaus, bevor er im Pfarrgarten zu ehemaligen Schülern sowie Priestern und Jugendlichen spricht.