Franziskanerkustos: IS ist schwer zu stoppen

Jerusalem (DT/KNA) Der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) ist nach Einschätzung des Franziskaner-Kustos Pierbattista Pizzaballa schwer Einhalt zu gebieten. Um den IS zu stoppen, bräuchte es „zehntausende Soldaten, Milliarden von Dollar und eine koordinierte internationale Einheit“; von alledem sehe er „gegenwärtig nichts“, sagte der oberste Hüter der für die katholischen Pilgerstätten im Heiligen Land zuständige Ordensmann am Montag in Jerusalem. Der IS liefere einfache Antworten auf komplizierte Fragen, die die arabische Welt über Jahrzehnte vernachlässigt habe, so der Italiener. Die schwierige wirtschaftliche Lage verstärke die Attraktivität der Terrorgruppe zusätzlich. Der Franziskaner rief die islamische Welt dazu auf, bestimmte religiöse Sichtweisen zu hinterfragen. Ein Übergreifen des IS-Terrors auf das Heilige Land hielt der Italiener für unwahrscheinlich. „Den ,Islamischen Staat‘ gibt es nicht im Heiligen Land und es wird ihn nicht geben“, sagte Pizzaballa.