Flut in Houston: Pfarreien sind Anlaufstellen

Washington (DT/KAP) Die katholischen Pfarreien im Katastrophengebiet an der US-Golfküste sind von den Überflutungen infolge des Hurrikans „Harvey“ bislang großteils verschont geblieben und fungieren nun als wichtige Anlaufstelle für betroffene Menschen: Das hat der Erzbischof von Galveston-Houston, Kardinal Daniel DiNardo, im Interview mit der katholischen Nachrichtenplattform „Cruxnow“ (Dienstag Ortszeit) dargelegt. Die meisten Pfarren der Region seien in ihren Sozialaktivitäten über die Vinzenzgemeinschaft miteinander vernetzt, was nun ein großer Vorteil sei. Für die katholischen Hilfswerke wie auch für alle anderen Helfer sei es „frustrierend“, dass ihre Möglichkeiten aufgrund der nicht passierbaren Straßen momentan sehr eingeschränkt seien, gab der Kardinal zu bedenken. Die katholische Kirche leiste einerseits Soforthilfe, stelle sich jedoch auch auf die Aufgaben der kommenden Wochen und Monate ein: „Wenn das Rote Kreuz und die anderen wieder weg sind, bleiben die katholischen Hilfswerke“, erklärte DiNardo.

Angesichts der drohenden weiteren Regenfälle rief DiNardo zu weltweitem Gebet für ein rasches „Ende des Regens“ auf sowie darum, dass die betroffenen Menschen ihre Geduld bewahrten. „Ich denke, wir müssen Jesus im Boot aufwecken“, so der Erzbischof mit einer Anspielung auf den biblischen Bericht vom Sturm auf dem See.