Festakt zum 40. Jahrestag der ersten Diakonenweihe

Köln (DT/KNA) Mit einem Gottesdienst und Festakt hat die katholische Kirche am Wochenende an die Weihe der weltweit ersten Ständigen Diakone der Neuzeit vor 40 Jahren im Kölner Dom erinnert. Kardinal Joachim Meisner feierte einen Jubiläumsgottesdienst, zu dem zahlreiche Diakone mit ihren Familien erschienen. Darunter war auch der 75-jährige Kölner Diakon Günter Orbach, einer der weltweit ersten fünf Diakone. Die Männer waren im April 1968 im Beisein von Kardinal Josef Frings im Dom geweiht worden. Der Bischöfliche Diakonatsbeauftragte des Erzbistums Freiburg, Pfarrer Klemens Armbruster, betonte anschließend im Festvortrag, wie stark die heute bundesweit 2 900 Diakone die Glaubensbildung erwachsener Katholiken in den Pfarrgemeinden prägten. Diakone sind in der katholischen Kirche männliche Seelsorger, die wie Priester taufen, trauen, beerdigen und predigen. Sie dürfen aber nicht die Messe zelebrieren, Krankensalbung spenden und Beichte hören. Ständige Diakone dürfen verheiratet sein und üben teilweise parallel einen Zivilberuf aus. Der Diakonat ist eines der ältesten Ämter der Kirche, das es schon in der Frühzeit gab. Im Laufe der Zeit wurde er als eigenständiges Amt zurückgedrängt, bis er nur noch Vorstufe auf dem Weg zur Priesterweihe war. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) belebte die Tradition mit Einführung des Ständigen Diakonats neu. Der Direktor des Kölner Diakoneninstituts, Günter Risse, nannte diese Entscheidung beim Jubiläum „ein wunderbares Geschenk an die Kirche“. Heute gibt es laut Erzbistum weltweit gut 35 000 Diakone.