„Es geht darum, maßgeschneiderte Lösungen zu finden“

Pater Hans Langendörfer, Geschäftsführer des Verbandes der Diözesen (VDD), äußert sich im Gespräch mit der „Tagespost“ zu den finanziellen Schieflagen einzelner Bistümer.

Streit um Rettung der katholischen Schulen
ARCHIV - 22.01.2018, Hamburg: Eltern mit ihren Kindern haben sich auf dem Kirchhof des Mariendoms um aufgestellte Kerzen versammelt. Der Streit um die Rettung der katholischen Schulen in Hamburg verschärft sich. Das Erzbistum Hamburg hat seine Teilnahme an der Sitzung des Schulau... Foto: Axel Heimken (dpa)

Pater Hans Langendörfer, Geschäftsführer des Verbandes der Diözesen (VDD), glaubt nicht, dass Bistümer aufgrund finanzieller Probleme zusammengelegt werden müssen. Der Heilige Stuhl, der für solche Entscheidungen zuständig ist, denke nicht in diese Richtung, erklärt der Jesuit im Gespräch mit der „Tagespost“. Er glaube nicht, dass es über Kooperationen hinaus Veränderungen geben werde. „Allenfalls insoweit, als dass bestehende Strukturen der Zusammenarbeit noch einmal überprüft werden“, meint Pater Langendörfer. Eine gemeinsame Linie der Diözesen im Umgang mit  finanziellen Schieflagen gebe es jedoch nicht. Dies sei schwierig, weil die Problemlagen zu unterschiedlich seien, gibt Langendörfer zu bedenken und verweise auf die jüngsten Finanzprobleme in den Bistümern Eichstätt, Hamburg oder Freiburg. Langendörfer wörtlich: „Es geht also immer darum, maßgeschneiderte Lösungen zu finden.“

Entscheidungen wie die der Schulschließungen in Hamburg trügen jedoch nicht zur Attraktivität der Kirche bei. Das Erzbistum Hamburg wolle die Situation erst einmal aus eigener Kraft meistern. „Unabhängig davon könnte man über die Einrichtung eines Fonds für Notfälle einmal ergebnisoffen diskutieren“, so der Jesuitenpater.

Angesprochen auf den Fortschritt der von der Deutschen Bischofskonferenz im Jahr 2015 angestoßenen Transparenzoffensive meint Langendörfer, dass viele Bistümer bereits begonnen hätten, ihre Bilanzen zu veröffentlichen und auch online zugänglich zu machen. „Im Zuge der Transparenzoffensive ist allerdings noch einmal deutlich geworden, dass es im Raum von Kirche große Unterschiede und immer wieder regionale oder lokale Besonderheiten oder Traditionen gibt.“

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 29. März.
DT