Erzbischof Schick ruft zu Solidarität mit Christen im Orient auf

Der Weltkirche-Bischof Ludwig Schick ermutigt die deutschen Katholiken zur Solidarität mit den Christen im Orient.

Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick. Foto: dpa
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Erzbischof Ludwig Schick. Foto: dpa

Der Bamberger Erzbischof wies in einer Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz von Montag in Bonn darauf hin, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Angehörige der Kirchen des Nahen Ostens nach Deutschland gekommen seien. "Ihre Sorge um den Frieden in ihren Heimatländern ist auch unsere Sorge", erklärte er.

Papst Franziskus hatte zuvor für diesen Samstag zu einem besonderen Gebet für die Christen im Nahen Osten eingeladen. Gerade vor dem Hintergrund der Kriege in Syrien und Jemen sowie von Gewalt und Flüchtlingselend in der nahöstlichen Region geht laut Schick von dem Friedensgebet eine unmissverständliche Botschaft aus: "Christen lehnen Hass, Terror und Gewalt ab. Gott will, dass wir Friedensstifter sind."

Erzbischof Schick kündigt Projekt für den Wiederaufbau im Irak an

Anlässlich des päpstlichen Friedenstreffens am Samstag im italienischen Bari kündigte Erzbischof Schick auch ein gemeinsames Projekt der deutschen katholischen Hilfswerke für den Wiederaufbau im Nordirak an. "Nachdem ich im April mit den Leitern unserer vor Ort tätigen Werke den Irak besucht habe, haben wir die dortige Caritas gebeten, ein Wiederaufbauprojekt in den christlichen Siedlungsräumen der Ninive-Ebene zu konzipieren." Dieses Projekt solle vor allem Christen und anderen Minderheiten in den ehemals von der IS-Terrormiliz kontrollierten Gebieten Rückkehr- und Bleibeperspektiven eröffnen.

Geplant sei der Wiederaufbau zerstörter Wohnhäuser und Bildungseinrichtungen in der Region. Seit der Befreiung sind zwar laut Bischofskonferenz inzwischen wieder Tausende Familien in die Ninive-Ebene zurückgekehrt, doch sie haben mit vielen Widerständen zu kämpfen. Ein Großteil der Häuser sei zerstört, viele Menschen seien traumatisiert, berufliche Perspektiven hätten nur die Wenigsten. Wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen und die Heilung von Traumata sollen nun gefördert werden, hieß es. "Nur durch Versöhnung kann das Zusammenleben von Menschen verschiedenen Glaubens auch langfristig wieder ermöglicht werden", betonte Erzbischof Schick.

KNA / DT (jbj)