Don Stefano Gobbi gestorben

Würzburg (DT/pd) Der geistige Leiter der Marianischen Priesterbewegung (MPB), Don Stefano Gobbi ist am 29. Juni in Mailand an den Folgen eines Herzversagens gestorben. Don Stefano Gobbi gehörte dem Säkularinstitut des Heiligen Paulus an und war zunächst nach seiner Priesterweihe in der Schule tätig. Bei einer Wallfahrt nach Fatima reifte in ihm der Entschluss, Priester zu sammeln und durch die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens zu einer Erneuerung zu führen. Im September 1973 versammelte sich in San Vittorino erstmals eine Gruppe von 25 Priestern. Dies war der Beginn der Marianischen Priesterbewegung. Deren Mitglieder weihen sich dem Unbefleckten Herzen Mariens im Sinne von Fatima, und leben in Treue zum Papst und seinen Weisungen. Außerdem verlangt die Priesterbewegung von ihren Mitgliedern, alle Gläubigen zu einer echten Marienverehrung zu führen. Bekannt wurde Don Gobbi durch das „Blaue Buch“. Darin sind Einsprechungen dokumentiert, die er nach eigenen Angaben erhielt. Don Gobbi bereiste jahrelang die Welt, und nahm an Zusammenkünften teil, in denen sich die Mitglieder der Marianischen Priesterbewegung treffen, sogenannte Zönakel. Die erste heilige Messe nach seinem Heimgang wurde in Collevalenza gefeiert, wo die verantwortlichen Priester und Laien der MPB – etwa 250 Priester und 18 Bischöfe – zu den jährlichen Exerzitien versammelt waren. Ivan Kardinal Dias, der ehemalige Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, hat dieser Messfeier vorgestanden. Er würdigte mit tiefer Dankbarkeit das Werk Don Gobbis.