Diözese auf der Krim gefährdet

Kiew (DT/KNA) Die griechisch-katholische Kirche der Ukraine fürchtet um die Zukunft ihrer Diözese auf der von Russland einverleibten Schwarzmeerhalbinsel Krim. Es drohe die „Liquidation“ der dortigen Eparchie, sagte der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk laut Medienberichten am Freitag. Die neuen Machthaber der Krim verlangten, dass sich alle Glaubensgemeinschaften bis Ende des Jahres bei den Behörden neu registrieren ließen. Es gebe „keine Garantie“, dass die Diözese zugelassen werde, so Schewtschuk. Nach der Annexion durch Russland im März waren auf der Krim laut Kirchenangaben griechisch-katholische Priester vorübergehend festgenommen worden. Als einzige der fünf Pfarreien habe die Hafenstadt Jewpatorija gegenwärtig einen ständigen Geistlichen. Andere Priester müssten die Krim jeweils nach drei Monaten wieder verlassen.