„Die Weltkirche trifft sich in Würzburg“

19 Bischöfe aus aller Welt kommen zum vierten „Kirche in Not“-Kongress. Von Clemens Mann

Hoffen auf einen Kongress, der die Freude am Glauben spürbar macht: Schirmherr Bischof Friedhelm Hofmann und Karin Maria Fenbert von „Kirche in Not“. Foto: Kirche in Not
Hoffen auf einen Kongress, der die Freude am Glauben spürbar macht: Schirmherr Bischof Friedhelm Hofmann und Karin Maria... Foto: Kirche in Not

Würzburg (DT) „Die Kirche braucht ein zweites Pfingsten.“ Mit diesen Worten hat der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann am Freitag den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass der vierte „Kirche in Not“-Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ Christen Impulse für einen lebendigen Glauben vermittelt. Hofmann ist froh darüber, dass die Veranstaltung, die vom 18. bis 20. März 2011 im Congress Centrum Würzburg stattfindet, nun erstmals in das mainfränkische Bistum komme. „Die Weltkirche trifft sich in Würzburg“, freute sich der Bischof, der auch die Schirmherrschaft übernommen hat. Der Kongress sei ein „Kongress der Generationen“, bei dem Christen einen Blick auf die Kirche in ganz anderen Situationen werfen könnten. „Wir werden von der eigenen Nabelschau ein Stück weit befreit, um Probleme und Freuden der Kirche in anderen Ländern zu sehen, sodass wir von dort ermutigende Impulse bekommen können.“ Hofmann betonte zudem, dass die Veranstaltung in einer langen Tradition weltkirchlichen Engagements der Diözese stehe. Als Beispiel nannte der Bischof die Arbeit des Missionsärztlichen Instituts, das Experten in Krisenregionen der Welt entsendet.

„Der Kongress soll ein Festival des Glaubens sein“, sagte Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von „Kirche in Not“. Die Veranstaltung steht unter dem Leitwort „,Lasst euch vom Geist entflammen‘ (Röm 12,11) – Ein neues Pfingsten für die Kirche“. Das katholische Hilfswerk rechnet mit 1 600 Besuchern. Unter den geladenen Referenten und Gästen sind 19 Bischöfe aus vier Kontinenten, Priester und Ordensleute, katholische Laien und bekannte Publizisten wie Papst-Biograph Peter Seewald. Der Kongress sei nach Fenbert damit eine seltene Gelegenheit, mit Bischöfen aus aller Welt in Kontakt zu treten.

André Stiefenhofer, Organisator des Kongresses, sprach von einem „kleinen Katholikentag“. Der Kongress wolle eine Plattform sein für das, was in der katholischen Kirche lebendig sei. An den drei Veranstaltungstagen werden sowohl kirchliche als auch gesellschaftliche Themen bei Vorträgen und Podiengesprächen diskutiert. „Wir wollen keine trockene Fachtagung, sondern die Leute dort abholen, wo sie sind“, sagte Stiefenhofer.

Am Freitag, 18. März, eröffnet Bischof Hoffmann um 13 Uhr mit einem Pontifikalgottesdienst im Kiliansdom den Kongress. Beim „Abend der Weltkirche“ sprechen Christen aus verschiedenen Ländern über die Situation der Kirche in Indien und China, Afrika und Lateinamerika. Unter den geladenen Gästen sind hochrangige Vertreter wie der Präsident von „Caritas International“, Kardinal Óscar Rodríguez Maradiaga. Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und der russisch-orthodoxe Metropolit Hilarion Alfejew haben bereits für ein Podium zum katholisch-orthodoxen Verhältnis am Samstagvormittag zugesagt. Erstmals im Programm steht ein Nachmittag über die westeuropäische Kirche. Dabei werden gesellschaftliche Themen wie Abtreibung oder die Krise der Familie angerissen. Die Situation von Christen in islamischen Ländern wird am Sonntag beleuchtet. Ein Höhepunkt der Veranstaltung soll nach Angaben der Organisatoren die Glaubenskundgebung „Spirit 2011“ sein, die im Stil einer Show ein vielseitiges Programm mit Impulsen, Zeugnissen und Musik bieten will.

Mit einem eigenen Jugendkongress und einer Kinderbetreuung sollen katholische Familien angesprochen werden. Der Eintritt zum Kongress beträgt im Vorverkauf 30 Euro für drei Tage, 15 Euro für einen Tag. Kinder bis 16 Jahren sind frei.

Alle Informationen unter:

www.treffpunkt-weltkirche.de