Dialog und Austausch über die Grenzen hinweg

Berlin: Bundespräsident Wulff und Bundeskanzlerin Merkel grüßen Teilnehmer des Taize-Jugendtreffens

Taizegebet in der Kapelle der Berliner Marienkirche. Foto: KNA
Taizegebet in der Kapelle der Berliner Marienkirche. Foto: KNA

Berlin (DT/KNA) Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben die Teilnehmer des 34. Europäischen Taize-Jugendtreffens in Berlin willkommen geheißen. In einem am Freitag vorab veröffentlichten Grußwort würdigte Wulff die Ausstrahlung von Taize. „Einer der kleinsten Orte Europas hat eine der größten Wirkungen in den Köpfen und Herzen der Menschen.“ Um weltweit Resonanz zu finden, müsse eine Idee nicht aus den Metropolen kommen. „Es ist aber gut, dass die Bewegung, die von Taize ausgeht, sich einmal im Jahr irgendwo in Europa in einer Metropole sichtbar macht“, so das Staatsoberhaupt. Zu dem diesjährigen Europäischen Jugendtreffen werden vom 28. Dezember bis 1. Januar mehr als 30 000 Jugendliche in der deutschen Hauptstadt erwartet. Damit werde der Geist der ökumenischen Gemeinschaft „nun auch nach Berlin getragen“, schreibt Bundeskanzlerin Merkel in einem ebenfalls am Freitag veröffentlichten Grußwort. Die Gemeinschaft von Taize setze „in dieser Stadt mit verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen einen besondere Akzent ihres Engagements für den ökumenischen und europäischen Gedanken“. Das Jugendtreffen könne das Gefühl der Verbundenheit stärken. „Dialog und Austausch über Grenzen hinweg lassen Vorurteile verschwinden, Vertrauen wachsen und neue Vorstellungen von einer gemeinsamen Zukunft entstehen“, erklärte Merkel.

Wie die Taize-Gemeinschaft auf Anfrage mitteilte, erwartet sie gut 10 000 Teilnehmer aus Deutschland. Aus Polen meldeten sich 6 000 Jugendliche an. Jeweils 2 000 Teilnehmer kommen aus Frankreich, Italien, Kroatien und der Ukraine. Während des Treffens sind sie vormittags in den Kirchengemeinden zu Gast. Abends versammeln sie sich in vier Messehallen zu Gebeten und Gesängen, die das französische Taize seit Jahrzehnten zum Anziehungspunkt für Jugendliche aus aller Welt machen. Auf dem Programm stehen zudem Begegnungen mit Vertretern von Judentum und Islam sowie im Bundestag mit Politikern wie Wolfgang Thierse (SPD) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne).