Der Tagesheilige: 14. Februar: Der heilige Johannes Baptist von der Empfängnis

Von Katrin Krips-Schmidt

Der heilige Johannes Baptist. Foto: IN
Der heilige Johannes Baptist. Foto: IN

Der heilige Johannes Baptist von der Empfängnis sollte im Rahmen der Gegenreformation zu einem bedeutenden Reformer des Ordens der Trinitarier werden. Er erblickte am 10. Juli 1561 als fünftes Kind christlicher Eltern in Almodovar del Campo in der Diözese Toledo das Licht der Welt, wo auch schon sein Onkel, der heilige Johannes von Avila, geboren wurde. Als die heilige Theresa von Avila 1576 Station in Almodovar machte, um das dortige Konvent der unbeschuhten Karmelitinnen zu besuchen, kehrte sie auch bei der Familie des Johannes Baptist ein und prophezeite, dass der damals Vierzehnjährige einmal ein großer Heiliger werde.

Johannes Baptist trat im Juni 1580 den Trinitariern bei, studierte vier Jahre lang Theologie und wurde anschließend zum Priester geweiht. Da er sich den Intentionen und Zielen der Gegenreformation zutiefst verpflichtet fühlte, nahm er seine priesterlichen Aufgaben sehr ernst. 1589 wurde er nach einem Aufenthalt in Membrilla vom Provinzkapitel zum Klosterprediger in La Guardia berufen. Gleichzeitig stand es mit der Gesundheit des jungen Geistlichen nicht zum Besten. Obwohl er erst 33 Jahre alt war, verschlechterte sich sein körperlicher Zustand zusehends. 1599 erhielt er von Papst Clemens VIII. die Zustimmung für die Erneuerung der Trinitarier. Sein Reformzweig wurde als „Unbeschuhte Trinitarier“ anerkannt. 34 weitere Häuser der Trinitarier schlossen sich dieser Reform an. Nachdem Johannes Baptist von der Empfängnis weitere Klöster unter anderem in Madrid, Salamanca, Cordoba, Sevilla, Pamplona, Toledo und Rom gegründet hatte, starb der Ordensmann, der auch zahlreiche mystische und theologische Werke verfasste, nach einer Krankheit am 14. Februar 1613 in Cordoba. Er wurde 51 Jahre alt.

Der spanische Ordensreformer wurde 1819 von Papst Pius VII. selig- und 1975 von Papst Paul VI. heiliggesprochen. Seine sterblichen Überreste ruhen in einem Glassarg in der Kirche Nuestra Senora de Gracia in Cordoba.