Der Fachmann für's Intime: Erzbischof Vicenzo Paglia

Material, Erzbischof Vincenzo Paglia an den Pranger zu stellen, gibt es reichlich.

Vincenzo Paglia
Wirbelt immer wieder Staub auf: Erzbischof Vicenzo Paglia. Foto: dpa

Für viele eher traditionalistisch gesinnte Beobachter des Vatikans gilt er als Symbolfigur eines vermeintlichen Kurswechsels unter Papst Franziskus in Sachen Lebensschutz, Bioethik, Ehemoral und Familienpastoral.

Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben

Als Großkanzler des Päpstlichen Instituts Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie sowie als Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben hat er tatsächlich eine „pole position“ (vorderste Startposition, A.d.R.) in der Kurie, wenn es um diese Fragen geht. Doch war Paglia wirklich glücklich, als Franziskus ihn am 15. August 2016 in diese beiden Ämter berief? Zuvor war er Präsident des Päpstlichen Familienrats, wozu ihn Papst Benedikt im Juni 2012 ernannt hatte.

Vincenzo Paglia: Vorerst kein Präfekt und keine Kardinalswürde

Der Familienrat fiel der Kurienreform zum Opfer und ging in dem neu geschaffenen Dikasterium für Laien, Familie und das Leben auf. Vielleicht hatte sich Paglia gewünscht, erster Präfekt dieser neuen Vatikanbehörde zu werden – mit der Aussicht auf einen Kardinalshut. Doch der rote Purpur rückte am 15. August vor zwei Jahren wieder in die Ferne – in den beiden neuen Positionen Paglias wird er wohl Erzbischof bleiben.
 

Wer ist Vincenzo Paglia und was ist dran an den Vorwürfen gegen ihn? Lesen Sie das kenntnisreiche Porträt von Guido Horst, unserem Mann in Rom, in der aktuellen „Tagespost“ vom 6. September 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT