Bad Gögging

„Den Glauben nicht nur leben, sondern auch feiern“

Am Samstag findet in Bad Gögging die erste gig-Konferenz statt.

gig-Festival
Die gig-Konferenz knüpft an die beliebten gig-Festivals an, zuletzt kamen in Deutschland dabei 4000 vor allem junge Menschen zusammen, um ihren Glauben zu feiern. Foto: gigfestival.de

Etwa 300 Anmeldungen sind schon bei Pater Paulus-Maria Tautz CFR und seinem Team eingegangen, aber es ist noch Platz auf der gig-Konferenz, die am 9.11. in Bad Gögging stattfindet: „Jeder kann kommen.“  Gig steht für „god is good“ - Gott ist gut - und genau das ist das Anliegen der Tagung: „Wir wollen die Güte Gottes, die Schönheit Gottes zeigen“, so Pater Paulus, der die Konferenz als Weiterführung der erfolgreichen „gig-Festivals“ initiiert hat und organisiert. „Die Menschen suchen Schönheit, Liebe, Güte, Einheit. Das sind die Wege zu Gott, die der heilige Thomas von Aquin beschrieben hat. Und die sollen hier ein bisschen nachgezeichnet werden.“

„Die Menschen suchen
Schönheit, Liebe, Güte, Einheit“
Pater Paulus-Maria Tautz CFR

Pater Paulus gehört zur Gemeinschaft der Franziskaner der Erneuerung, die vor allem in den USA aktiv ist. Er hat lange in Amerika gelebt und ist überzeugt, dass die deutschen Katholiken einiges von dort lernen können. „Die Amerikaner haben dieses gesunde Selbstbewusstsein: ,Wir sind katholisch. Ich bin froh, dass ich katholisch bin, ich bin stolz, dass ich katholisch bin, ich erzähl meinen Freunden, dass ich katholisch bin.' Genau das möchte ich erreichen. Das klingt eigentlich wahnwitzig in dieser Situation, in der wir uns alle noch mehr verstecken wollen. Aber das ist ja Blödsinn. Wir sind kein kleiner Haufen. Wir haben dieses Land mitgestaltet.“ Die gig-Konferenz möchte Mut machen, „Optimismus rüberbringen“, den Blick nach vorne und nicht auf Strukturkrisen richten.

Ein Ort zum geistigen Auftanken

Darauf hat Pater Paulus auch bei der Auswahl der Referenten geachtet. Unter anderem werden Schwester Teresa Zukic, der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Marian Eleganti sowie der beliebte Jugend-Redner Paul J. Kim aus Los Angeles sprechen. „Ich möchte keine verbitterten alten Referenten haben, die immer wieder in die gleiche Kerbe hauen, wie schlimm alles ist. Das hilft niemandem“, erklärt der Franziskaner. Die „gig-Konferenz“ möchte vielmehr ein Ort zum geistigen Auftanken sein und will den Menschen zeigen, dass „man den Glauben nicht nur leben, sondern auch feiern“ kann.  Sie richtet sich mit dieser Botschaft an jeden Katholiken in Deutschland, „gig“ ist eine Konferenz „für 22 Millionen“.

Gerade in Deutschland sei eine Stärkung des Glaubens wichtig, ist Pater Paulus überzeugt, dessen Gemeinschaft in den USA vor allem mit Armen und in den Ghettos arbeitet. „In Deutschland ist, finde ich, der Verlust des Glaubens das größte Problem. Wir kriegen das hin mit der Tafel und Suppenküchen und so weiter. Es gibt schon auch Probleme, aber nicht zu vergleichen mit anderen Ländern. Aber was wir wirklich nicht haben, ist die Freude am Glauben. Wir haben nicht diese Sicherheit im Glauben. Das möchte ich vermitteln, das möchte ich bringen.“

Die Schönheit des Glaubens erleben und Hoffnung schöpfen

Besonderer Patron der Konferenz ist der heilige Johannes Paul II. Zum Programm gehört neben den inhaltlichen Impulsen und Musik eine heilige Messe, Anbetung, Beichtgelegenheit und eine Marienweihe mit einer Fatima-Prozession. Pater Paulus möchte die begeisternde Atmosphäre der gig-Festivals mitnehmen, gleichzeitig aber „einen Schritt weitergehen“ und sich in der Konferenz stärker auf Katechese fokussieren. Damit soll die Tagung einen Raum bieten, in dem die Menschen einmal „den Alltag vergessen und Hoffnung schöpfen können, mit der Schönheit des Glaubens konfrontiert werden und sich einfach des Lebens freuen.“

Weitere Informationen unter www.gig-konferenz.de und www.gigfestival.de.

DT/ama