„Das letzte Wort in diesem Kampf haben nicht die Kinder des Terrors“

Entsetzen und Trauer in Spanien über die Anschläge der ETA

Madrid (DT/KAP) Mehr als 2 000 Personen haben beim Trauergottesdienst in der Kathedrale von Palma de Mallorca der beiden jungen Polizisten Carlos Saenz de Tejada Garcia und Diego Salva Lezaun gedacht, die von Terroristen der baskischen ETA ermordet wurden.

„Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen. Das letzte Wort in diesem Kampf haben nicht die ,Kinder des Terrors‘, sondern diejenigen, die – wie die beiden Ermordeten – für den Frieden, Gerechtigkeit und Anstand in der Gesellschaft arbeiten“, sagte der spanische Militärbischof Juan del Rio Martin beim Gottesdienst: „Die Liebe ist immer stärker als der Tod.“

Die Gewaltakte der ETA seien nicht nur ein grausamer Angriff auf das Lebensrecht, auf Freiheit und friedliches Zusammenleben der Menschen in Spanien, sondern „Ausdruck eines in sich perversen und niemals zu entschuldigenden Totalitarismus“.

Erklärung der Bischofskonferenz

An dem Gottesdienst nahmen mit Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia auch Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero, Oppositionsführer Mariano Rajoy, Spaniens Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba sowie die Ministerpräsidenten von Mallorca und dem Baskenland teil. Bischof Juan del Rio Martin übermittelte den Familienangehörigen und Freunden der beiden ermordeten Polizisten die Solidarität von Papst Benedikt XVI.

Die spanischen Bischöfe sind entsetzt über die jüngsten Attentate der baskischen Terrorbande ETA.

Die „Brutalität“ der Anschläge von Burgos und Mallorca machten es nötig, „einmal mehr das ,Evangelium vom Leben‘ zu verkünden und den Terrorismus als unmoralisch zu brandmarken“. Der ETA-Terror zeige die „grausame Fratze einer Kultur des Todes“, die Menschenwürde und Lebensrecht mit Füßen trete, heißt es in einer Erklärung der Spanischen Bischofskonferenz. Der ETA-Terrorismus habe sich „in den letzten Jahren zur größten Bedrohung des Friedens in Spanien entwickelt“. Die spanischen Bischöfe hatten den Terror der ETA schon 2002 in einer Gemeinsamen Erklärung eindeutig verurteilt.