Christen sollen in Syrien bleiben und Frieden stiften

Patriarchen aus dem Nahen Osten übergeben Friedenspetition

Brüssel (DT/KNA) Drei Patriarchen aus dem Nahen Osten haben am Dienstag eine Petition für Frieden an den EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit, Jan Figel, übergeben. Über eine Millionen syrische Kinder hätten die Petition unterschrieben, erklärten der syrisch-orthodoxe Patriarch von Homs und Hama, Selwanos Boutros Alnemeh, der griechisch-orthodoxe Patriarch von Homs, Georges Abou Zakhem, und der melkitische Patriarch Gregory III. Laham bei ihrem Besuch in Brüssel. Dies sei ein gemeinsamer Aufruf der katholischen und orthodoxen Christen, Muslimen und anderen religiösen Gemeinschaften in Syrien für den Frieden. Alnemeh sagte, die Kinder seien die Zukunft der Region. Sie müssten zur Schule gehen können. „Wir sind müde vom Krieg, Entführungen und Blutvergießen“, so Alnemeh.

Zakhem betonte die wichtige Rolle der Kirche in Syrien. Die Christen hätten sich immer als Vermittler in der Region zwischen den verschiedenen muslimischen Gruppen eingesetzt. Es sei besser, von einem Bestandteil oder einer Komponente der Gesellschaft zu sprechen. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass die Christen in ihrer Region bleiben könnten, um dort beim Wiederaufbau zu helfen. „Schon immer wollten die Christen lieber inmitten der Gesellschaft leben, als nur unter Christen in einem autonomen Staat“, sagte Zakhem. Die EU-Kommission hat Anfang Oktober angekündigt, einen Hilfskonvoi nach Aleppo zu entsenden, um die Menschen in der umkämpften Stadt mit Medizin, Wasser und Lebensmitteln zu unterstützen. Darüber hinaus sollen Kranke, Frauen, Kinder und ältere Menschen evakuiert werden.