Boko Haram: Diözese schließt Schulen

Aachen/Yola (DT/KNA) Die nordnigerianische katholische Diözese Yola schließt angesichts der Offensive der islamistischen Terrormiliz Boko Haram alle Missionsschulen und das Kleine Priesterseminar. Dies teilte Bischof Stephen Dami Mamza dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen mit, wie missio am Dienstag berichtete. „Die Situation in Yola ist jetzt sehr angespannt. Die Bewohner evakuieren ihre Angehörigen. Sie haben Angst, dass Boko Haram in die Stadt einfallen wird“, berichtete der Bischof. Die Islamisten hätten bereits damit gedroht, Yola einzunehmen. „Ich habe auch alle ausländischen Missionare gebeten, Yola vorübergehend zu verlassen und meine Priester angewiesen, vorsichtig zu sein“, erklärte Bischof Stephen. Nachdem die Terrormiliz in der vergangenen Woche Orte in Nordnigeria wie Uba, Mubi, Maiha, Hong und Gombi Local Government überrannt hatte, waren tausende Flüchtlinge nach Yola in die größte Stadt des Bundesstaates Adamawa geflüchtet. Jetzt fliehen Bischof Stephen zufolge die Menschen in Massen aus Yola in den südlicheren Teil des Bundesstaats Adamawa und nach Kamerun.