Bistum Freiburg stellt Bauprojekt zurück

Freiburg (DT/KNA) Entgegen bisheriger Planungen wird das Erzbistum Freiburg ein im Zweiten Weltkrieg zerstörtes Bürgerhaus im Freiburger Stadtzentrum vorerst nicht neu errichten. Wie die Diözese am Dienstag mitteilte, wird auf den Wiederaufbau des „Andlauschen Hauses“ aus dem 18. Jahrhundert verzichtet, weil Mitglieder der Kirchensteuer-Gremien angeregt hätten, das Bauprojekt grundsätzlich zu überdenken. Bei der Vorstellung der Wiederaufbaupläne im April war von erwarteten Kosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro die Rede. In dem Palais östlich des Münsters sollten Wohnungen und Räume der Begegnung entstehen. „Mit Blick auf den bevorstehenden Wechsel in der Bistumsleitung und die aktuelle Stimmungslage in den Gremien hat das Ordinariat nun entschieden, das Projekt vorerst nicht fortzuführen“, heißt es weiter. Das Andlausche Haus in der Herrenstraße 33 war nach Bistumsangaben eines der elegantesten Bürgerhäuser Freiburgs. Die Kirche erwarb das Gebäude 1925. Nach seiner Zerstörung durch die Weltkriegsbomben wurden die verbliebenen Mauerreste in den 1960er Jahren abgetragen und die Kellerräume aufgefüllt, um darüber einen Parkplatz zu errichten. Erste Vorarbeiten zum Wiederaufbau hatten im September begonnen.