Bischofswahl: Overbeck für Beteiligung von Laien

Köln (DT/KNA) Der katholische Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hält eine Beteiligung der Laien an der Auswahl von Bischöfen für sinnvoll. „Partizipation ist auf den unterschiedlichen Ebenen in jeweils angemessener Form geboten. Das gilt auch für eine Bischofswahl“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag). Eine von Geistlichen initiierte „Kölner Kircheninitiative“ sammelt seit einer Woche Unterschriften für einen Aufruf an das Kölner Domkapitel, in die Kandidatenfindung für die Nachfolge von Kardinal Joachim Meisner den Klerus und die Laien stärker als bisher einzubeziehen. Der Kölner Erzbischof, der am 25. Dezember 80 Jahre alt wird, hat dem Papst seinen Rücktritt eingereicht. Overbeck erinnerte daran, dass es in Deutschland bereits eine vertraglich gesicherte Mitwirkung durch das Wahlrecht des Domkapitels gebe, während der Papst in fast allen anderen Ländern bei der Ernennung neuer Oberhirten völlig frei sei. „Es liegt an jedem Bistum, die Beteiligung an der Kandidatenauswahl gut zu gestalten“, so der Ruhrbischof. „Einige Bistümer haben dafür Befragungen auf den Weg gebracht. Ich bin mir sicher, dass auch die Kölner einen guten Weg finden werden“, sagte Overbeck.