Bischof Huonder: Katholische Sexualmoral mutig befolgen

Eine mutige Sexualmoral bedeute nicht ein Leben nach eigener Willkür, sondern die mutige Führung einer christlichen Ehe und die Anerkennung der Schöpfungsordnung, so der Schweizer Bischof Vitus Huonder.

Bischof Huonder fordert zur Achtung der Schöpfungsordnung auf
„Es geht um Achtung, letztlich um das Bewusstsein, dass wir Schöpfung sind, und alles dem Herrn verdanken", so der Schweizer Bischof Huonder. Foto: IN

Der Churer Bischof Vitus Huonder hat dazu aufgerufen, die katholische Sexualmoral mutig zu befolgen. Er sei erstaunt gewesen, so Huonder jüngst in einer Predigt, als er im September mitten in den Vorbereitungen auf die Jugendsynode die Forderung der Katholischen Jugendverbände gelesen habe: „Junge Katholiken wollen mutigere Sexualmoral.“ Wiederum erstaunt gewesen sei er über die Deutung dieser Aussage, so der Schweizer Bischof, dass sexuelle Vielfalt kein Tabuthema mehr sei.

Huonder: "Mutiger bezüglich eines keuschen Lebens"

„Damit wusste ich, was mutigere Sexualmoral bedeutet: Ein Ausscheren aus der Schöpfungsordnung. Ein Ausblenden der Gebote Gottes. Ein Verlassen der Weisungen des Herrn. Ein Leben nach eigener Willkür.“ Dabei könne man die Forderung nach einer mutigeren Sexualmoral durchaus stehenlassen, so Bischof Huonder weiter. Man müsse ihn nur richtig interpretieren: „Mutiger bezüglich eines keuschen Lebens; mutiger bezüglich der Führung einer christlichen Ehe; mutiger bezüglich des Befolgens der evangelischen Räte; mutiger bezüglich der Anerkennung der Schöpfungsordnung.“ Zusammengefasst bedeute dies ein mutigeres Voranschreiten in den Spuren Jesu.

Leben im Rahmen der Schöpfungsordnung gestalten.

Zudem forderte Huonder die Gläubigen dazu auf, sich nach der Schöpfungsordnung zu richten und das Leben im Rahmen dieser Ordnung zu gestalten. Gottesfurcht, so der Bischof weiter, sein nicht gleichzusetzen mit Angst: „Es geht um Achtung, letztlich um das Bewusstsein, dass wir Schöpfung sind, und alles dem Herrn verdanken.“ Deshalb entziehe man sich nie seiner Gegenwart und seinen Weisungen.

Der 76-jährige Huonder ist seit 2007 Bischof des Schweizer Bistums Chur im Kanton Graubünden. 2017 verlängerte Papst Franziskus die Amtszeit des Bischofs um weitere zwei Jahre, nachdem dieser im Hinblick auf seinen 75. Geburtstag seinen Rücktritt eingereicht hatte.

DT/mlu

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