Bischöfe wollen Vorfahrt für Arme beim Konjunkturpaket

Washington (DT/KNA) Die katholischen US-Bischöfe fordern den Kongress auf, bedürftigen Familien und Geringverdienern Priorität für das neue Konjunkturpaket einzuräumen. Diese Gruppen hätten in Zeiten der ökonomischen Krise die größten Probleme und seien gleichzeitig am wenigsten in der Lage, sie zu bewältigen, schreibt der bei der Bischofskonferenz zuständige Bischof William Murphy von Rockville Centre am Mittwoch (Ortszeit) in einem Brief an beide Kammern des Kongresses. Zudem würden Geringverdiener und arme Familien die von der neuen Regierung in Aussicht gestellten Hilfsgelder am ehesten in dringend benötigte Lebensmittel und Waren investieren und somit der Wirtschaft helfen, wieder auf die Beine zu kommen, betont der Bischof. Er mahnt den Kongress, Parteistreitigkeiten beiseite zu lassen und sich auf die Bedürfnisse der Armen zu konzentrieren. Murphy versichert die Abgeordneten der Unterstützung der Kirche für jene Teile des Konjunkturpaketes, die sich etwa mit einer Erhöhung der Zahl der Lebensmittelmarken, dem Erhalt der Krankenversicherung für Geringverdiener und Arbeitslose sowie der Ausweitung von Arbeitslosenhilfen befassen. In seinem Brief drängt er die Volksvertreter, Gesetzentwürfe zu Abtreibung und Einschränkung von Einwanderung abzulehnen, da sie „unnötig“ seien und mit der eigentlichen Intention des Konjunkturprogramms nichts zu tun hätten.