Bischöfe gedenken des Kriegsbeginns

Bonn (DT/KNA) Die katholischen Bischofskonferenzen von Deutschland und Polen wollen gemeinsam des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren gedenken. Dazu werde der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, vom 31. August bis zum 2. September ins polnische Gleiwitz und Warschau reisen, wie die Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn mitteilte. In Gleiwitz wird er vom Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt begleitet. Geplant sei eine Begegnung von Marx mit dem Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki, mit einer anschließenden deutsch-polnischen Eucharistiefeier in der Kathedrale von Gleiwitz. Darüber hinaus gebe es am 31. August eine Gedenkfeier am ehemaligen Sender Gleiwitz, der am 31. August 1939 von SS-Truppen in polnischen Uniformen überfallen worden war. Hitler nutzte dies als Vorwand, um den Kriegsausbruch zu rechtfertigen. Neben den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und weiteren katholischen Bischöfen werden bei der Feier Vertreter der evangelischen Kirche Polens und der jüdischen Gemeinschaft sowie der Bürgermeister der Stadt Gebete und Worte der Erinnerung vortragen. Am 1. September ist dann die Weiterreise nach Warschau geplant. Auf dem Programm von Kardinal Marx stehen unter anderem ein Gespräch mit dem Erzbischof von Warschau, Kardinal Kazimierz Nycz, sowie ein Besuch im Museum des Warschauer Aufstands. Mit seiner Reise nach Polen wolle der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz die polnische Freiheitsgeschichte in ihrer Bedeutung für die Gestaltung eines freiheitlichen Europas würdigen und die Zusammenarbeit der Kirchen beider Länder vertiefen, heißt es in der Mitteilung der Bischofskonferenz.