Benedikt XVI. fordert mehr Rechte für irakische Christen

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat ein Ende der Gewalt im Irak und ein friedliches Zusammenleben aller Bewohner gefordert. Gleichzeitig verlangte er am Samstag von den Behörden des Landes die „Sicherung der menschlichen und zivilen Rechten der Christen“. Die Bischöfe sollten dies von ihrer Regierung einfordern, sagte das Kirchenoberhaupt bei einer Audienz für die chaldäischen Oberhirten aus dem Konfliktland. Benedikt XVI. beklagte die Gewalt und das Leid, die die Christen im Irak immer wieder träfen. „Möge das Blut der Märtyrer eine wirkmächtige Fürbitte Gottes erwirken“, sagte er. Als Gastgeschenke brachten die Bischöfe dem Heiligen Vater das Messgewand des im vergangenen Jahr getöteten Erzbischofs Faraj Rahho von Mossul und die Stola des ebenfalls in Mossul ermordeten Geistlichen Raghid Ganni mit. Der Papst sei davon sichtlich bewegt gewesen, meldete Radio Vatikan. In seiner Ansprache würdigte der Papst den Mut, die Beharrlichkeit und das Glaubenszeugnis der irakischen Christen in ihrer schwierigen Situation. Die Christen seien „vollwertige Bürger ihres Landes, mit allen Rechten und Pflichten“, stellte er klar. Er begrüße die Bemühungen der Bischöfe um gute Beziehungen „als gemeinsamen Weg zum Leben in diesem Land, das allen heilig ist“.