Benedikt XVI. besorgt über westlichen Säkularismus

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. zeigt sich besorgt über den Säkularismus westlicher Prägung in Mittel- und Osteuropa. Dieser sei „vielleicht noch heimtückischer als der marxistische“, sagte der Papst beim Ad-limina-Besuch der slowenischen Bischöfe am Donnerstag im Vatikan. Phänomene wie ein ungebremstes Streben nach materiellen Gütern, Geburtenrückgang und schwindende religiöse Praxis stellten die größte Herausforderung der katholischen Kirche in Slowenien dar. Benedikt XVI. mahnte die Bischöfe zu einer konsequenten Evangelisierung gegen die „materialistische und egoistische Kultur“. Wenn Europa ein Land des Friedens bleiben wolle, dürfe es nicht den Anteil des Christentums an seinen Grundwerten leugnen. Der Respekt vor der Menschenwürde stamme vor allem aus dem christlichen Glauben. Humanismen seien im Blick auf ihr moralisches Profil nicht alle gleich, unterstrich der Papst. Weiter mahnte er die Bischöfe zu einem evangeliumsgemäßen Umgang mit dem „delikaten Problem der zeitlichen Güter und ihrer angemessenen Nutzung“. Zu jeder Zeit der Kirchengeschichte habe das Zeugnis der Armut wesentlich zur Mission beigetragen. Die Gläubigen und ihre Hirten sollten sich um mehr Treue zur Lehre Christi bemühen, so der Papst. Die Slowenische Bischofskonferenz wurde 1993 gegründet. Zuvor waren die slowenischen Bischöfe Mitglieder der früheren Jugoslawischen Bischofskonferenz.