Becker: Fach Religion an Berufsschulen notwendig

Frankfurt (KNA) Der katholische Schulbischof Hans-Josef Becker hat den Religionsunterricht an Berufsschulen als unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung gewürdigt. Der Religionsunterricht helfe, die Werte und Normen der Auszubildenden bewusst zu machen und auf der Grundlage des christlichen Glaubens zu beurteilen. „Wenn dem Religionsunterricht dies gelingt, dann hat er wirklich Beachtliches geleistet“, sagte Becker am Freitag in Frankfurt. Er sprach beim „Zukunftskongress zum Berufsschulreligionsunterricht“ in der Hochschule St. Georgen. Der Erzbischof von Paderborn kritisierte, der Glaube sei derart ins Private gedrängt worden, dass viele „bis in den Binnenraum der Kirche hinein die Sprache verloren haben, über ihren Glauben zu sprechen“. Becker, der der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz vorsteht, stellte die Frage: „Ist es nicht die Aufgabe des Religionsunterrichts, die Auszubildenden religiös sprach- und auskunftsfähig zu machen, ihnen die Fähigkeit zu vermitteln, ihre religiösen Überzeugungen zu artikulieren und verständlich zu machen?“ Das Fach Religion müsse die Beziehung von Gott und Mensch zur Sprache bringen. Der Paderborner Erzbischof bezeichnete den Religionsunterricht an Berufsschulen als Ort, an dem die Auszubildenden „mit ihren Fragen, Erfahrungen und Überzeugungen ernst genommen werden“. Der Frankfurter Kongress wird veranstaltet vom Katholischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (KIBOR) an der Universität Tübingen und den beiden evangelischen Instituten für berufsorientierte Religionspädagogik in Bonn und Tübingen.