Auf Gewalt verzichten

Papstansprache beim Regina Coeli am 17. Mai 2015

Zum Schluss dieser Eucharistiefeier möchte ich Euch alle begrüßen, die Ihr hierher gekommen seid, um den neuen Heiligen die Ehre zu erweisen, besonders die offiziellen Delegationen aus Palästina, Frankreich, Italien, Israel und Jordanien. Ich grüße herzlich die Kardinäle, Bischöfe und Priester sowie die geistlichen Töchter der vier Heiligen. Gewähre der Herr auf ihre Fürsprache hin den jeweiligen Herkunftsländern einen neuen missionarischen Aufschwung. Mögen sich die Christen dieser Länder von ihrem Beispiel der Barmherzigkeit, der Nächstenliebe und der Versöhnung inspirieren lassen, hoffnungsvoll auf die Zukunft blicken und den Weg der Solidarität und des brüderlichen Zusammenlebens beschreiten.

Ich richte meinen Gruß weiter an die hier anwesenden Familien, Pfarrgruppen, Vereinigungen und Schulen, vor allem an die Firmlinge der Erzdiözese Genua. Einen besonderen Gruß richte ich an die Gläubigen der Tschechischen Republik, die beim Heiligtum Svatý Kopeèek (Heiligenberg) bei Olmütz versammelt sind und heute des Besuchs von Johannes Paul II. vor zwanzig Jahren gedenken.

Gestern wurde in Venedig der Priester Luigi Caburlotto, Pfarrer, Erzieher und Gründer der Töchter vom heiligen Josef, seliggesprochen. Danken wir Gott für diesen beispielhaften Hirten, der ein intensives geistliches und apostolisches Leben geführt hat, das ganz dem Heil der Seelen gewidmet war.

Ich möchte auch dazu auffordern, für die Bevölkerung von Burundi zu beten, die einen schwierigen Moment durchlebt: Der Herr helfe allen, auf Gewalt zu verzichten und sich verantwortlich für das Wohl des Landes einzusetzen.

Mit kindhafter Liebe wenden wir uns nun an die Jungfrau Maria, Mutter der Kirche, Königin der Heiligen und Vorbild aller Christen.

Übersetzung aus dem Italienischen von Claudia Reimüller