Algermissen: PID-Freigabe widerspricht Grundgesetz

Fulda (DT/KNA) Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat alle Priester, Diakone und Gemeindereferentinnen seines Bistums dazu aufgerufen, entschieden für den Schutz ungeborenen Lebens einzutreten. In der Adventszeit brauche es „deutliche Zeichen gegen Gleichgültigkeit und fatalen Pragmatismus in der Frage des Lebensschutzes“, schreibt der katholische Bischof in einem Brief an die Seelsorger. „Wir sind Gottes Ebenbild, grundsätzlich und vom vorgeburtlichen bis zum pflegebedürftigen und sterbenden Leben.“ Die im Juli vom Bundestag beschlossene teilweise Freigabe von Gentests an Embryonen verstößt nach Ansicht Algermissens gegen das Grundgesetz. Der „bioethische Dammbruch“ der Erlaubnis für Präimplantationsdiagnostik (PID) höhle den im Grundgesetz verankerten Lebensschutz aus. „Die Entscheidung des Bundestages fördert die Tendenz, nicht nur nach den Schwächen eines Menschen im frühen Stadium zu fahnden, sondern nach den Schwachen, um sie umzubringen“, so der Bischof.