Algerien: Erzbischof lobt interreligiöses Klima

Vatikanstadt/Algier (DT/KAP) Der neue Erzbischof von Algier, Paul Desfarges, hat das Zusammenleben von Christen und Muslimen in Algerien als beispielhaft gelobt. In einer Welt, in der die Spannungen zwischen Christen und Muslimen immer mehr zuzunehmen scheinen, gibt es einen Ort, wo man es auch anders erlebt", sagte der 72-jährige Jesuit, der am 24. Dezember von Papst Franziskus zum neuen Erzbischof der Hauptstadt Algeriens ernannt worden war, am Mittwoch im Gespräch mit „Radio Vatikan“. Obwohl die katholische Kirche mit gerade einmal gut 1 500 Katholiken in Algier eine verschwindende Minderheit darstellt, sei sie eine „lebendige Kirche an der Peripherie“. Die Diaspora-Situation sei „eine Herausforderung und zugleich eine Gnade“, so der Erzbischof, fördere dies doch die Notwendigkeit zur Kooperation: „Wir haben im Alltag gute Beziehungen zu den Muslimen, ich könnte jeden Tag darüber staunen.“ So seien etwa zu Weihnachten zahlreiche befreundete Muslime in die Pfarreien gekommen „einfach um zu sehen, wie wir Christen beten“, berichtete der Erzbischof.