Ackermann plädiert für Kreuze in Gerichtssälen

Trier (DT/KNA) Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat sich dagegen ausgesprochen, das Kreuz aus Gerichtssälen und anderen öffentlichen Räumen zu entfernen. Zwar werde Recht nicht im Namen Gottes, sondern im Namen des Volkes auf Grundlage der Gesetze gesprochen, sagte Ackermann am Karfreitag im Trierer Dom. Doch es tue gut, daran zu erinnern, „dass wir allesamt in einem noch größeren Verantwortungszusammenhang stehen, der im Grundgesetz mit dem Namen Gott bezeichnet wird“. Das Kreuz sei kein „Firmenzeichen der Kirche“, es stehe vielmehr für Gott und den Menschen insgesamt. Anfang März hatte der Präsident des Saarbrücker Amtsgerichts, Stefan Geib, die Kreuze aus den Sitzungssälen seines Hauses entfernen lassen. Das Kreuz, so Geib, sei auch Symbol einer Autorität. Es sei aber nicht diese Autorität, „in deren Namen wir Recht sprechen“. Deshalb habe das Kreuz in einem Sitzungssaal keine Daseinsberechtigung. In seiner Predigt bezeichnete Ackermann Jesus als einen Ausgestoßenen, der durch sein qualvolles Sterben aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen worden sei. Heute seien die Kriegsflüchtlinge, die an der griechisch-mazedonischen Grenze ausharren müssten, Ausgestoßene, die zum „Spielball zwischen den Mächten“ geworden seien. Auch viele Asylbewerber in Deutschland wüssten nicht, ob sie hierbleiben dürften oder gehen müssten.