140 Jugendliche aus dem Heiligen Land in Rio

Jerusalem (om) Mit großem Enthusiasmus sind über 140 Jugendliche aus dem Heiligen Land nach Brasilien aufgebrochen, um dort mit dem Papst den Weltjugendtag zu feiern. „Sie freuen sich auf neue Erfahrungen im Glauben und wollen die katholische Weltkirche erleben“, sagt Jugendseelsorger Aziz Halaweh vom Lateinischen Patriarchat von Jerusalem. „Unsere Jugendlichen leben in einer überwiegend islamischen Umgebung. Viele von ihnen erfahren zudem täglich am eigenen Leib die israelische Besatzung und ihre bedrückenden Folgen. Da tut es ihnen gut, mit Brasilien einmal ein durch und durch katholisches Land kennenzulernen und zu sehen, dass sie nicht allein, sondern mit der Weltkirche verbunden sind.“

Zwei Gruppen sind es, die sich Ende vergangener Woche auf den Weg machten. 25 Jugendliche kommen aus den palästinensischen Gebieten, vor allem aus Ramallah, ein Teil kommt aus Jerusalem. Der größere Teil, etwa 120 Jugendliche, ist mit dem Neokatechumenalen Weg gereist. Die meisten von ihnen sind junge Melkiten aus Galiläa im Norden Israels. Pater Aziz bedauert, dass nicht mehr Jugendliche nach Brasilien fahren konnten. „Die Tickets waren aber sehr teuer. Das konnten sich viele einfach nicht leisten.“ Glücklicherweise habe die Palästinensische Autonomiebehörde sich großzügig gezeigt und einen guten Teil der Kosten übernommen.

Gemeinsam konnten die jungen Christen aus dem Heiligen Land nicht reisen. „Die jungen palästinensischen Christen mussten über Amman fliegen. Anders als israelischen Arabern ist es ihnen verboten, den Flughafen Tel Aviv zu benutzen“, sagt Pater Aziz. Er wird mit dem Jerusalemer Weihbischof William Shomali in dieser Woche nachkommen. Der Weihbischof wird in Rio Katechesen halten. Weihbischof Giacinto-Boulos Marcuzzo, Vikar des Lateinischen Patriarchen für Israel, wird dies auf Einladung des Päpstlichen Laienrates ebenfalls tun. Shomali, im Lateinischen Patriarchat zuständig für die palästinensischen Gebiete, hatte schon zuvor an den Vorbereitungstreffen der Jugendlichen in Ramallah teilgenommen. „Wir haben uns natürlich am Motto des Weltjugendtags ausgerichtet: Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker“, berichtet Pater Aziz. „Ich hoffe, dass unsere jungen Leute unbeschwerte Tage erleben und durch die Erfahrungen in Rio für ihr nicht einfaches Christ-Sein im Heiligen Land gestärkt werden.“

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