Fulda

Unplanned - Ein Film, der unter die Haut geht

Mit der erfolgreichen Leinwandpremiere von „Unplanned“ in Fulda startete am Donnerstag der Film, der die wahre Geschichte der US-Amerikanerin Abby Johnson erzählt, auch in Deutschland.

Deutsche Uraufführung von "Unplanned"
Aufgrund der derzeit gültigen Corona-Verordnung konnten an der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisierten Filmpremiere in einem Fuldaer Kino nur 150 Personen teilnehmen. Foto: Bundesverband Lebensrecht

Mit einer Leinwandpremiere in Fulda ist gestern Abend der international erfolgreiche Film „Unplanned“ auch in deutschen Kinos gestartet. Das Filmdrama erzählt die wahre Lebensgeschichte der US-Amerikanerin Abby Johnson, die acht Jahre lang eine Planned Parenthood-Abtreibungsklinik in Texas leitete. Nachdem sie selbst bei einer Abtreibung assistiere, wandelt sich Johnson von einer „Pro-Choice“-Anwältin zu einer überzeugten Lebensrechtlerin. Inzwischen zählt Abby Johnson zu den früheren Menschenrechtsaktivistinnen in den USA.

Aufgrund der derzeit gültigen Corona-Verordnung konnten an der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisierten Filmpremiere in einem Fuldaer Kino nur 150 Personen teilnehmen. Darunter die Vorstandsvorsitzende der „Stiftung Ja zum Leben“, Marie Elisabeth Hohenberg. Die „Stiftung Ja zum Leben“ finanzierte die deutsche Synchronisation des Films. Ab dem 16. Oktober 2020 wird „Unplanned“ auf DVD und Blu-ray im Handel angeboten.

Stimmen zur Deutschen Uraufführung

Beim Empfang, im Anschluss an die Premiere des Films „Unplanned“ und einer von Tagespost-Redakteurin Regina Einig moderierten Podiumsdiskussion, tauschten sich die Gäste angeregt über das Gesehene aus. Hier einige Stimmen:

„Der Film bringt die Wahrheit über Abtreibung
in eindrucksvoller Weise ans Licht.“
Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht

„Der Film geht unter die Haut, öffnet Augen und berührt die Herzen – das war heute Abend deutlich spürbar. Vieles wurde im Vorfeld unternommen, um den Erfolg des Films in den USA zu verhindern: Der Twitter-Account des Films wurde gesperrt, in den meisten großen TV- und Radiostationen durfte keine Werbung gebucht werden, der Film wurde mit „R“ bewertet, was bedeutet, dass Jugendliche unter 17 Jahren ihn nur in Begleitung Erwachsener sehen durften. Morddrohungen gegen eine Kinokette in Kanada führten dazu, dass diese den Film wieder aus dem Programm nahm. All das konnte jedoch nicht verhindern, dass ,Unplanned‘ zum drittgrößten Erfolg der Produzenten wurde. Dass nun in Fulda die Deutschlandpremiere dieses Films stattfinden konnte und sämtliche Premierenkarten für den großen Kinosaal vergeben waren, ist ein großer Erfolg und spricht für die Botschaft, die der Film vermittelt.“
Cornelia Kaminski, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V., die dafür sorgte, dass die deutsche Synchronisation des Films in Fulda uraufgeführt werden konnte

 

„Ein Film, der mich tief beeindruckt hat und den ich uneingeschränkt empfehle. Der Film zeigt, dass es bei Abtreibung oft gar nicht um die Frauen, sondern um Ideologie und ein blutiges Geschäft geht. Anschauen sollten sich den Film auf jeden Fall alle, die glauben, dass es sich bei Planned Parenthood um eine förderungswürdige Organisation handelt. Denn das ist nicht der Fall.“
Hubert Hüppe, Stellvertretender Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben (CDL) und ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen


„Zunächst wirkt dieser Film wie eine typische amerikanische Familiengeschichte, bis man nach und nach in die Welt hinter den Kulissen bei Planned Parenthood, dem größten Anbieter von Abtreibungen in den Vereinigten Staaten und eng verbunden mit Pro Familia hier in Deutschland, hineingeführt wird. Nichts wird verschönert, weder die Brutalität der Abtreibung, ob chirurgisch oder medikamentös, noch die Kaltherzigkeit des Konzerns. In einer Schlüsselszene erklärt Cheryl, Abbys Chefin, dass obwohl Planned Parenthood sich als Anbieter von Frauengesundheitsleistungen wie Krebsvorsorge und Verhütung präsentiert, die Abtreibung den Kern ihres Geschäftsmodells bildet, ähnlich der McDonalds-Kette, die mit Hamburgern kein Geld verdiene, sondern mit Zusatzprodukten wie Pommes und Getränke.“
Professor Dr. med. Paul Cullen, Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“

In der kommenden Printausgabe berichtet Tagespost-Bioethik-Korrespondent Stefan Rehder ausführlich über die deutsche Uraufführung von „Unplanned“. Holen Sie sich das ePaper dieser Ausgabe kostenlos hier.