Würzburg

Internationale Zeitschriftenschau am 11. Dezember 2019

Verfolgung von Pornographie - Finanzielle Vorteile durch Migranten? - HIV-Positive als Samenspender - Gesunkene Fruchtbarkeitsrate - Bloß nicht zu viel Presse…

Catholic Herald
Catholic Herald Foto: IN

Verfolgung von Pornographie

„Pornographen“ nach dem „Obszönitäts-Paragraphen“ strafrechtlich zu verfolgen, forderten vier Mitglieder des amerikanischen Kongresses, wie der Catholic Herald mitteilt. In einem Brief an das Justizministerium warnten die drei Männer und eine Frau der Republikaner vor einer „Pornographie-Explosion“, die Gewalt gegen Frauen, Menschenhandel und Kinderpornographie anheize. Verlangt wird, dass die Sondereinheit zur Verfolgung von Obszönität („Obscenity Prosecution Task Force) in der Strafjustiz wieder eingesetzt werde. Die 2005 unter George W. Bush gegründete Behörde war für strafrechtliche Ermittlungen von Hardcore-Pornographie verantwortlich. 2011 wurde sie unter Präsident Obama aufgelöst. Für 15 US-Bundesstaaten besteht in Bezug auf Pornographie ein „öffentlicher Gesundheitsnotstand“.

Finanzielle Vorteile durch Migranten?

Für den französischen Hochkommissar für die Rentenreform, Jean-Paul Delevoye, ist Immigration eine Chance für die Finanzierung der Renten. Valeurs actuelles zufolge sagte er: „Wir werden 50 Millionen zusätzliche Ausländer benötigen, um das [Renten-]System bis 2050 auf das europäische Niveau auszubalancieren.“ Yves Mamou legt im Figaro hingegen dar, dass die Immigration die Sozialsysteme zahlreicher europäischer Länder destabilisiert habe. Laut dem ehemaligen Journalisten von „Le Monde“, der auch für linke Zeitungen wie „Libération“ tätig war, habe die seit 30 Jahren bestehende Migration nach Frankreich Studien zufolge „noch nie eine positive Auswirkung auf die Finanzierung der Rentenkassen gehabt. Der wirtschaftliche Nutzen der Einwanderung wird uns immer nur für die Zukunft angekündigt.“

Es sei eine langlebige Lüge, dass wir immer mehr Migranten bräuchten, um die Renten der europäischen Bevölkerungen zu bezahlen, „die keine Kinder mehr machen und zu lange leben“. Die Immigration diene heute nur noch dazu, „die niedrigen Gehälter in Frankreich und Europa in bestimmten Schlüsselbereichen aufrechtzuerhalten: im Gaststätten- und Baugewerbe und im Dienstleistungssektor. Dies sind gering bezahlte Berufe, die zudem wenige Sozialbeiträge generieren.“ Deutschland habe, so Mamou, „2015 1,5 Millionen ,Flüchtlinge‘ aufgenommen. Drei Jahre später, 2018, hatte nur einer von fünf Migranten – 300 000 – einen Job.“ Demgegenüber stünden die unmittelbaren Kosten der Migration. So wurden 2018 in Frankreich 1,5 Milliarden Euro für Unterkunft und finanzielle Zuschüsse ausgegeben. Auch die medizinische Versorgung sei kostspielig. Sie koste heute für die Migranten eine Milliarde Euro. Zudem vermehre sich im Land die Gruppe der „unbegleiteten Minderjährigen“ aus nordafrikanischen Ländern, „die in Banden leben und unter der einheimischen Bevölkerung Terror verbreiten. Eine staatliche In-Obhutnahme beliefe sich pro Person auf 50 000 € jährlich, was auf eine Gesamtsumme von etwa zwei Milliarden Euro jährlich hinausliefe.“

HIV-Positive als Samenspender

The Guardian berichtet über die Einrichtung der ersten online-Samenbank für HIV-positive Männer in Neuseeland. Das Angebot richte sich an Männer, „die mit dem HI-Virus leben und deren Virenlast unterhalb der Nachweisgrenze liegt – was bedeutet, dass die Virusmenge im Blut einer Person so niedrig ist, dass sie mit den üblichen Methoden nicht nachgewiesen werden kann“.

Dennoch bedeute das nicht, dass der HIV-Positive geheilt sei, sondern dass die Behandlung gut angeschlagen habe, so das Blatt. Behauptet wird außerdem, dass das Virus nicht mehr an andere Personen, an Geschlechtspartner oder Empfängerinnen von Samenspenden, weitergegeben werden könne. Gedacht ist das Samenbank-Projekt „zur Verringerung des Stigmas bei Menschen, die mit dem Virus leben“.

Gesunkene Fruchtbarkeitsrate

Die „Centers for Disease Control and Prevention“, eine Bundesbehörde des US-Gesundheitsministeriums, informierte – dem National Review zufolge –, dass die Fruchtbarkeitsrate der Amerikaner erneut auf ein Rekordtief gesunken sei. Zudem fand eine Studie heraus, dass auch die Lebenserwartung gesunken sei – im dritten Jahr in Folge.

Fast jeder stimme zu, dass „der zweitgenannte Trend – angetrieben durch die sich überschneidenden Kategorien Suizid, Opioidmissbrauch und ein hoher Alkoholkonsum – ein dringendes Anliegen des öffentlichen Interesses ist“. Aber auch die sinkende Fruchtbarkeit sollte überdacht werden, insbesondere, weil Umfragen seit Jahren zeigten, dass die Amerikaner gerne mehr Kinder haben wollten, als es tatsächlich der Fall ist.

Bloß nicht zu viel Presse…

Das britische Fachblatt für Juristen The Law Society Gazette informiert über einen Leitfaden, der vom internationalen Transgender- und LGBT- Netzwerk IGLYO, unterstützt von der globalen Wirtschaftskanzlei Dentons, herausgegeben wurde. Das 65-seitige Dokument „Only adults? Good Practices for Legal Recognition for Youth“ begutachte die Vorgehensweisen acht europäischer Länder in Bezug auf eine „auf Selbstbestimmung basierende Anerkennung des Geschlechts“ ohne ärztliche Bescheinigung, insbesondere bei Jugendlichen. Belgien, Malta und Norwegen werden dabei als besonders „progressive Länder“ klassifiziert. James Kirkup zitiert im Spectator Passagen aus dem Papier. So könne – laut dem Leitfaden – die „Forderung nach elterlicher Zustimmung [für eine Selbstzuschreibung des Geschlechts] restriktiv und problematisch für Minderjährige sein“. Staaten „sollten Maßnahmen gegen Eltern ergreifen, die die freie Entwicklung der Identität eines jungen Transmenschen behindern, wenn sie ihre elterliche Erlaubnis [etwa zu einer Geschlechtsumwandlung] verweigerten“. Außerdem gebe es „bestimmte Techniken, die sich beim progressiven Ausbau von Transrechten als wirksam erweisen“. Dazu gehöre „die Beschränkung von Presseberichten“ zu diesem Thema. Kirkup resümiert: „Eine bedeutende Kanzlei half bei der Abfassung eines Lobby-Handbuchs für Menschen, die das Gesetz ändern wollen, um Eltern daran zu hindern, dass sie das letzte Wort in Bezug auf erhebliche Veränderungen des Status ihrer eigenen Kinder haben. Dieser Leitfaden rät denen, die für diese Änderung Lobbyarbeit leisten, ihre Pläne hinter einem ,Schleier‘ zu verbergen und sicherzustellen, dass weder die Medien noch die breite Öffentlichkeit viel über diese Änderungen erfahren, die Kinder betreffen. Weil die Öffentlichkeit dagegen protestieren könnte, wenn sie von diesen Änderungen erführe.“ KS

 

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