Wien

Anton Bruckner kann man als Wegweiser zur Heiligkeit sehen

Der Komponist als Seliger der Kirche. Die Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens für den Komponisten könnte gute Chancen haben. Der Musiker hatte das Ohr an der Ewigkeit.

Anton Bruckner
Anton Bruckner, Gemälde von Josef Büche, 1893. Foto: IN

Seliger Bruckner? In den letzten Jahren mehren sich Stimmen, die die Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens befürworten. Unter den Unterstützern sind nicht nur Musiker und Musikwissenschaftler, sondern auch Theologen und Bischöfe. Der Grund: Bruckners (1824-1896) Musik stärkt erkennbar die Vertiefung des religiösen Lebens und leistet daher einen wirkungsvollen Beitrag zur notwendigen Neuevangelisierung. Nach einem ersten Versuch – in den 1950er Jahren angestoßen durch den Amerikaner Thomas Emery –, scheint ein Verfahren nun größere Chancen zu haben.

Aufnahme in den Kreis der Seligen

„Ich bin der Meinung, dass die Aufnahme Anton Bruckners in den Kreis der Seligen des Himmels gerechtfertigt wäre und dass es nötig ist, dass jemand den Anstoß für eine solche Entscheidung gibt“, hatte der kürzlich verstorbene Domkapellmeister Georg Ratzinger an Adelheid Geck geschrieben, die seit Jahren das Werk Bruckners erforscht. Sie sieht Bruckner als einen Wegweiser in die himmlische Wirklichkeit. Das Besondere, schreibt Barbara Stühlmeyer in ihrem Beitrag zu Bruckner, war, dass die Symphonien keinerlei Auftragsarbeiten waren, sondern für den Komponisten Berufung und Lebensaufgabe.  Ein klarer Hinweis darauf, dass der Komponist sein Ohr am Puls der Ewigkeit hatte, wie seine Biographin Adelheid Geck betonte. DT/ari
 

 

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