Washington

Netflix startet Kinderserie mit Transgender-Botschaft

Die neue Netflix-Serie für Kinder „Der Babysitter Club“ ist soeben bei der Streaming-Plattform angelaufen. Sie mache sich die LGBT-Agenda zu eigen, kritisieren konservative US-Medien.

Netflix-Serie "Der Babysitter-Club"
Gelungene Kinderserie oder versteckte Werbung für die LGBT-Agenda? Die neue Netflix-Serie "Der Babysitter-Club". Foto: Netflix

Kaum an den Start gegangen, hagelt es auch schon reihenweise Lob für die neue Netflix-Serie „Der Babysitter Club“,  eine filmische Neuadaptation der US-amerikanischen Jugendbuchreihe. Andere – kritische – Stimmen bezeichnen jedoch die Darstellung eines Transgender-Kindes als „Propaganda“, durch die Kinder und Heranwachsende bewusst verwirrt werden könnten.

Die Serie hat keine Altersbeschränkung und dreht sich um fünf noch nicht einmal dreizehnjährige Mädchen, deren Dialoge und Betrachtungen jedoch bewusst „erwachsen“ und „aufgeklärt“ – um nicht zu sagen „altklug“ - rüberkommen sollen. Gemeinsam gründen sie einen Babysitter-Club, um die stundenweise Betreuung kleiner Kinder aus der Nachbarschaft zu übernehmen. 

Die Eltern unterstützen die neue Gender-Rolle des Neunjährigen

In der vierten Episode der ersten Staffel soll sich eines der Mädchen, Mary Anne, um ein Kind namens Bailey kümmern. Schnell wird klar, dass das mit Vorliebe Prinzessinnenkleider tragende Kind in Wirklichkeit ein Junge ist, sich aber als Mädchen „fühlt“. Seine Film-Eltern unterstützen die neue Gender-Rolle ihres neunjährigen Sprösslings, der übrigens auch in Wirklichkeit an einer Geschlechtsidentitätsstörung leidet. Was manchen Medien Anlass bietet, die neue Serie in den höchsten Tönen zu loben, wenn es etwa auf der Webseite des Medien- und Nachrichtenunternehmens Popbuzz überschwänglich heißt: „Offensichtlich wollen die Leute mehr davon! Transmenschen spielen Transrollen!“

„Das sind meine alten Klamotten“, sagt Bailey zu Mary Anne beim Blick in den Schrank mit der Jungenkleidung. Die jugendliche Babysitterin informiert nun die Zuschauer: „Na klar, Bailey war ein kleines Mädchen, und mit den neuen Kleidern hielt sie jeder für eine Prinzessin!“ Die darauffolgende Szene zeigt, wie Mary Anne mit ihrer Freundin Dawn spricht, deren Vater homosexuell ist und die das Transgender-Sein damit vergleicht, Rechts- oder Linkshänder zu sein. Mit anderen Worten: es spielt keine Rolle. Dawn erklärt: „Und wenn jemand versuchen würde, dich auf links umzumodeln – dann wäre das ziemlich komisch, oder?“ „Und genauso fühlt sich Bailey“, führt die Zwölfjährige fort, „so wie Du weißt, dass du Rechtshänderin bist, weiß Bailey, dass sie ein Mädchen ist… Und unser Äußeres soll auch zu unserem Inneren gehören, richtig?“ 

Einer der beliebtesten Titel bei Netflix

Die Serie ist bei Netflix einer der beliebtesten Titel und auf den Kinderprofilen des Senders verfügbar. Das christliche Onlineportal „The Christian Post“ versammelt Stimmen, die sich kritisch über das neue Angebot des Streamingdienstes äußern. Peter Sprigg, Senior Fellow für Politische Studien bei der religiösen Denkfabrik Family Research Council in Washington, betont: „Es ist schlimm genug, wenn die Unterhaltungsmedien versuchen, Erwachsene zu indoktrinieren, die Irrlehre zu glauben, dass biologische Männer tatsächlich Frauen sein oder werden können und umgekehrt.

Doch wenn sie Kinder derselben Indoktrination aussetzen, ist das unverschämt“. Wenn eine solche Episode wenigstens die pädagogische Funktion hätte, über die psychischen Probleme zu informieren, „die in Begleitung mit einer Genderdysphorie auftreten, oder wenn sie vor den negativen gesundheitlichen Folgen von pubertätsblockierenden Medikamenten, gegengeschlechtlichen Sexualhormonen und geschlechtsangleichenden Operationen warnen würde“, fährt Sprigg fort. Doch ohne diese Information sei es „nichts als Propaganda – gefährliche Propaganda“. Die Tatsache, dass eine derartige Sendung als kindersicher eingestuft wurde, zeige, dass Eltern dieser Bewertungsskala nicht vertrauen könnten. Und der Journalist und Pro-Life-Aktivist Jonathon Van Maren schreibt auf der Webseite „The Stream“: „Für die LGBT-Kolonisatoren der Kinderunterhaltung ist dies ein produktives Jahr gewesen“. Diese seien besonders versiert darin, den Kindern Geschichten zu erzählen, die sich in effektive Propaganda verwandelt hätten: „‘Kinderfreundlich‘ und ‚sicher für Kinder‘ bedeutet im Jahr 2020 etwas ganz anderes als noch vor einem Jahrzehnt“. 

DT/ks

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe hier.