Würzburg

Magische Suche nach den Eltern

Der Animationsfilm „Salmas Geheimnis“: Sehnsucht nach den nie gekannten Eltern und ein Lob der Freundschaft.

Garcías Filmtipp: "Salmas Geheimnis"
Die 16-jährige Waise Salma hat bislang ohne Erfolg immer nach Hinweisen auf die Identität ihrer Eltern gesucht. Als sie ein magisches Buch findet, bietet sich ihr die Möglichkeit, in das Reich der Toten zu reisen und damit ihre Eltern zu finden. Foto: Kinostar

Nach einer Art Prolog mit drei Kindern und einer Off-Stimme, in der es um die Überwindung des Todes geht, beginnt die eigentliche Geschichte des mexikanischen Animationsfilms „Salmas Geheimnis“ an einem „Tag der Toten“, als die drei erwähnten Kinder etwa 16 Jahre alt sind. Das Leben der filmtitelgebenden Salma bestand größtenteils darin, nach Hinweisen auf die Identität ihrer Eltern zu suchen, die sie nie kennengelernt hat. Obwohl sich Selma mit ihren Pflegebrüdern Jorge und Pedro sehr gut versteht, kann ihr Verhältnis zur Großmutter der beiden Jungs gelinde gesagt als angespannt bezeichnet werden.

Ein Buch als Tür zur Welt der Toten

Am 2. November ist die ganze Stadt Santa Clara in Bewegung. Denn am „Tag der Toten“ werden in Mexiko Altäre geschmückt, um der Verstorbenen zu gedenken. Salma entdeckt ein altes Buch über die Geschichte von Santa Clara. Sie hofft darin etwas über ihre Eltern zu erfahren. Das Buch erweist sich als ein magisches Buch, das eine Tür zur Welt der Toten öffnet. Zusammen mit Jorge und Pedro begibt sich Salma auf eine Reise in das bunte Reich der Toten. Es beginnt ein spektakuläres Abenteuer, das möglicherweise Licht auf die Frage wirft, warum sie als kleines Kind verlassen wurde.

 

Die Figurenzeichnung erinnert an den Pixar-Film „Coco – Lebendiger als das Leben!“. Sie legt nicht nur auf das ganze Lokalkolorit, sondern etwa auch auf „echt mexikanische“ Kleidung Wert. Wie schon „Coco“ oder auch der ebenfalls mexikanische Animationsfilm „Manolo und das Buch des Lebens“ (DT vom 14.02.2015) wird das Reich der Toten als eine bunte, von allen möglichen skurrilen Gestalten bevölkerte Welt, die sich als hilfsbereit erweisen.

Ohne die visuelle Kraft von „Coco“ zu erreichen, erzählt „Selmas Geheimnis“ jedoch glaubwürdig vor allem von der Sehnsucht eines Kindes nach ihren Eltern. Darüber hinaus ist der Film ein Loblied auf die Freundschaft, gerade auch in schwierigen Momenten: „Manchmal muss man für andere Opfer bringen“.