Archiv mit DDR- Privatfilmen online

Ein einzigartiger Quellenschatz, der für die politische Bildung wie für zeithistorisch Interessierte spannend sei.

Eva-Maria Hagen mit Töchterchen Nina
Die Schauspielerin und Sängerin Eva-Maria Hagen mit ihrer kleinen Tochter Nina auf dem Arm im Sommer 1957 in Ost-Berlin in der DDR. Foto: dpa

Ein digitales Archiv mit 425 Stunden DDR-Alltag auf Schmalfilm ist von 23. September an online abrufbar. Künftig sind die Privataufnahmen von 149 Familien in der „Open Memory Box“ abrufbar, wie die schwedische Botschaft in Berlin mitteilte. Die Filme entstanden zwischen 1947 und 1990.

Es handele sich um einen einzigartigen Quellenschatz, der für die politische Bildung wie für zeithistorisch Interessierte spannend sei. Das Archivprojekt wurde den Angaben zufolge 2013 vom schwedisch-deutschen Filmproduzenten Alberto Herskovits und dem kanadischen Politikwissenschaftler Laurence McFalls initiiert.

Mehr als 30 Mitarbeiter seien mit der Sichtung der eingesandten Schmalfilme beschäftigt gewesen. Die „Open Memory Box“ ist die umfassendste digitalisierte Sammlung von Heimfilmen aus der DDR. Es ist ein Projekt des Forschungsverbunds „Das mediale Erbe der DDR“, an dem unter anderem das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) beteiligt ist. DT/dpa