Tegernsee

Wo der Schriftsteller Ganghofer sein Gottvertrauen zeigte

Vor 100 Jahren starb der bayerische Schriftsteller Ludwig Ganghofer. In der Erzählung „Das Schweigen im Walde“ zeigte er sein Vertrauen in den Schöpfer.

Ludwig Ganghofer
Im Kunsthaus Kaufbeuren (Ostallgäu) wird die Totenmaske des Schriftstellers Ludwig Ganghofer ausgestellt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

Er war nicht nur bekannt durch seine Romane und Erzählungen wie „Der Herrgottsschnitzer von Ammergau“, „Die Martinsklause“, „Das Schweigen im Walde“. Der vor 100 Jahren am 24. Juli 1920 gestorbene Ludwig Ganghofer war auch Fotograf, Zeichner, Zitherspieler, Rad- und Tennissportler, Segler und Theaterregisseur. Karl Valentin hatte seinen ersten Auftritt auf Ganghofers Bühne. Auch war der berühmte Autor von Alpenromanen bestens in der Münchener Literaturszene vernetzt, unterstütze Rilke oder von Hofmannsthal.

Für das Lebenswerk gewürdigt

Ganghofer, der seine Frau Kathinka in der Wiener Augustinerkirche heiratete und drei Kinder mit ihr hatte, schrieb über 100 Bücher mit seiner Gesamtauflage von 40 Millionen Exemplaren. Viele dieser Bücher wurden auch verfilmt. Für sein Lebenswerk wird er nun an einigen Orten gewürdigt, wie im Museum Tegernseer Tal, das die Sonderschau „Literatur am Tegernsee“ zu Ganghofer zeigt. In der Erzählung „Das Schweigen im Walde“ zeigte er sein Gottvertrauen: „In jedem Ding der Welt, ob es tot ist oder atmet, lebt der große, weise Wille des Allmächtigen und Allwissenden Schöpfers; uns kleinen Menschen fehlt nur der Verstand, um ihn zu begreifen. Wie alles ist, so muss es sein in der Welt, und wie es auch sein mag: immer ist es gut im Sinne des Schöpfers.“

DT/ari

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