ifp-Direktor: Journalisten nicht Herrscher der Wahrheit

Der Geistliche Direktor der katholischen Journalistenschule ifp, Wolfgang Sauer, hat Journalisten davor gewarnt, in einer „verbissenen Oberlehrerhaltung die Nation auf Kurs bringen zu wollen“. Sie seien vielmehr „Impulsgeber und nicht Beherrscher der Wahrheit“, sagte der Priester am Dienstag dem Münchner Kirchenradio. Deshalb brauche es Demut. Medien seien aufgefordert, die Suche nach Wahrheit aus einer positiven Grundstimmung heraus zu betreiben. Die Berichterstattung über die Kirche erfordere bei den Journalisten zudem mehr Wissen, erklärte Sauer weiter. Hier dürfe es nicht ein festgelegtes Urteil geben, „das zum Kirchenaustritt führt“. Vielmehr müssten die Medien mit authentischen und weiterführenden Beiträgen daran mitwirken, „das je größere an Wahrheit und Zusammenhang zu begreifen“. Sauer äußerte sich anlässlich des Gedenktages des Heiligen Franz von Sales am 24. Januar, der als der Patron der Journalisten gilt. Das ifp hat seinen Standort in München. DT/KNA