San Francisco

Denkmalstürmer: Ein „Sakrileg“ und kein zufälliger Angriff

Angriffe auf katholische Denkmäler und Einrichtungen, wie etwa die Statue des Heiligen Junípero Serra in Kalifornien, sind nicht zufällig.

Statue von Junipero Serra
Statue von Junipero Serra Foto: Marcus Teply (dpa)

In seinem Essay über den säkularen Ikonoklasmus in den Vereinigten Staaten und anderswo macht Marco Gallina deutlich, dass die aktuellen Angriffe auf katholische Denkmäler und Einrichtungen,  wie etwa die Statue des Heiligen Junípero Serra in Kalifornien, nicht zufällig sind, sondern Methode und Tradition haben. „Das jakobinische, revolutionäre Element linker Gruppen hat dabei historisch weder in der Französischen Revolution noch in der Oktoberrevolution aus reinem Zufall gegen christliche Einrichtungen randaliert. Und der „Fall Junípero“ ist im aktuellen ikonoklastischen Kapitel nicht der Beginn, sondern dessen Schlüsselpunkt.“

Offensichtlich linksextrem

Dabei kommen die gegenwärtigen Gewaltexzesse nicht aus dem Nichts: „Was die Neue Welt seit einigen Monaten sieht, ist die veritable Rückkehr eines Anarchismus, der zuerst den Süden des Doppelkontinents erfasst hat. Die Ursachen und die Exzesse der dortigen Unruhen beachtete der Westen lange nicht. Bereits im November brannten chilenische Kirchen. Sie wurden gewissermaßen als „Kollateralschäden“ bei zivilen Unruhen eingestuft. Ähnliches gilt für die aktuellen Fälle in den USA. Dabei ist das Milieu, aus dem sich der gewaltbereite Teil der BLM-Bewegung speist, offensichtlich linksextrem.“

Über den Volkszorn ins Weiße Haus

Genauso paradox wie das Dulden dieser Ausschreitungen durch die Politik sind laut Gallina die Beweggründe:  „Heute versuchen die Demokraten selbst Kapital aus den „Black Lives Matter“-Protesten zu schlagen, um über den Volkszorn ins Weiße Haus zurückzukehren. Ironischerweise führt der Wahlkampf mit Minderheiten ad absurdum: denn das Heischen um die schwarze Minderheit vernachlässigt nicht nur die katholische Klientel, sondern auch die hispanische, die in dem katholischen Spanier und der damit verbundenen Identität Kaliforniens als ehemals mexikanische Provinz eine identitätsstiftende Figur sieht.“

 

DT/mee

 

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