Studie: Immer mehr Kinder werden betreut

Immer mehr Kinder unter drei Jahren werden in Kitas oder der Tagespflege betreut. Der Anteil stieg von 27,3 Prozent im Jahr 2006 auf 41,8 Prozent im vorigen Jahr, wie aus dem am Montag in Gütersloh veröffentlichten Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010 der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Zwar sei die Zahl der unter Einjährigen in Kitas und Tagespflege 2009 gesunken. Demgegenüber sei die Zahl der Kinder ab dem ersten Geburtstag aber gestiegen. Inzwischen würden fast 40 Prozent der Zweijährigen betreut, zehn Prozent mehr als 2006. Auch die Ausgaben der öffentlichen Hand in die frühkindliche Betreuung stiegen laut Ländermonitor zwischen 2005 und 2007 in der Bundesrepublik um zwölf Prozent pro Kind. Während in den westlichen Ländern im Schnitt rund 2 400 Euro pro Kind ausgegeben wird, sind es im Osten 3 000 Euro. Der größte Kostenfaktor stelle das Personal dar; die Höhe dieser Ausgaben sei von der Zahl der Kinder, den Betreuungszeiten und dem Personalschlüssel abhängig. Berlin und Hamburg liegen mit Investitionen von rund 3 400 Euro pro unter Sechsjährigem an der Spitze; am unteren Ende der Skala stehen Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg. In Nordrhein-Westfalen besuchten im vergangenen Jahr knapp zehn Prozent der Einjährigen und 24 Prozent der Zweijährigen eine frühkindliche Bildungseinrichtung: das waren 2,4 Prozent beziehungsweise 5,7 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. Zugleich hält der Bericht fest, dass auch in NRW Ausgaben für frühkindliche Bildung zwischen 2005 und 2007 um 12 Prozent erhöht wurden. DT/KNA