Stift Klosterneuburg zeigt Werke Robert Hammerstiels

Das Chorherren-Stift Klosterneuburg präsentiert derzeit sakrale Werke des Malers und Grafikers Robert Hammerstiel, der kürzlich sein 75. Lebensjahr vollendete. Hammerstiel gilt als einer der bedeutendsten lebenden österreichischen Künstler, zuletzt hat er mit seiner Verkleidung des Ringturms Aufsehen erregt. Die Ausstellung in der neuen „Sala terrena“-Galerie des Augustiner-Chorherrenstiftes zeigt vornehmlich Werke religiösen Inhalts. Die Schau ist bis 23. Juni geöffnet. Immer wieder greift Hammerstiel religiöse Inhalte auf. Sie sind geprägt von den Erfahrungen seiner persönlichen Geschichte, von der Vertreibung aus seiner Heimatstadt Vrsac in der Vojvodina durch die Tito-Kommunisten, vom Leid des Internierungslagers und seiner Verwurzelung in seiner neuen niederösterreichischen Heimat. „Seine zeitlos religiösen Themen sind oft schockierend in der Farbigkeit, oft – zum Überdenken – provozierend und bisweilen auch verstörend, denn immer wieder aktualisiert er seine umfangreichen Kenntnisse der Bibel in die Welt, die seine Generation erleben musste und die uns umgibt“, heißt es im Ausstellungskatalog. Hammerstiels Werk thematisiert immer wieder die Menschenwürde, das Menschsein und -bleiben unter widrigsten Umständen. Der Künstler opponiert vehement gegen Herrschaftsansprüche, er klagt Ungerechtigkeit und Terror an. DT/KAP