Stellenabbau bei „Berliner Zeitung“ verhandelt

Bei der „Berliner Zeitung“ laufen die Verhandlungen über einen Stellenabbau, der durch den Besitzerwechsel der „Frankfurter Rundschau“ ausgelöst wird. Im November hatte das Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg (MDS) angekündigt, dass 46 Stellen abgebaut würden, wenn die FR unter neuem Eigentümer keine Zulieferungen mehr von der „Berliner Zeitung“ benötige. Die MDS-Gruppe besitzt die „Berliner Zeitung“ und gab bis zur Insolvenz auch die „FR“ heraus. Vor zwei Monaten war die „FR“ von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH („FAZ“) und der Frankfurter Societät GmbH gekauft worden. Der damals angekündigte Stellenabbau tritt nun entsprechend ein: „Es gibt keinen neuen Stand“, sagte MDS-Sprecher Wolfgang Brüser. Er reagierte damit auf Berichte des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ und des „Hamburger Abendblatts“. Wie viele Mitarbeiter bereits das Angebot einer Abfindung – bestehend aus einem Sockelsatz von 10 000 Euro plus 1,5 Monatsgehältern pro Jahr Betriebszugehörigkeit – angenommen hätten, sagte Brüser nicht. „Darüber machen wir keine Angaben.“ Laut „Spiegel“ haben zehn Mitarbeiter der Zeitung dieser Regelung zugestimmt. Chefredakteurin Brigitte Fehrle sagte dem Magazin: „Wir wollen so sparen, dass für den Leser kein Qualitätsverlust entsteht.“ DT/dpa