Steinmeier will Erneuerung auswärtiger Kulturpolitik

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) strebt eine „Runderneuerung“ der deutschen Kultur- und Bildungspolitik im Ausland an. Angesichts zunehmender Krisen und Konflikte müssten die Verbindungen zwischen dem, was innerhalb und außerhalb Deutschlands geschehe, neu gedacht werden, sagte der Minister am Freitag zum Abschluss des dreitägigen Forums „Menschen bewegen“ in Berlin. „In dieser Welt, in der Selbstverständlichkeiten nicht mehr bestehen und wir in Konkurrenz zu anderen Gesellschaftsmodellen stehen, müssen wir wieder lernen, uns zu erklären, für das Erbe der europäischen Aufklärung mit Haltung und Überzeugung einzutreten“, sagte Steinmeier laut Redetext. Die Förderung von Kultur und Bildung könne dazu beitragen, Freiräume für dieses Ringen zu schaffen. Der Minister stellte vor zahlreichen Partnern und Gästen aus dem In- und Ausland auch den jüngsten Bericht zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vor. Er ist erstmals in Leinen gebunden und von der Berliner Kommunikationsagentur Boros gestaltet. Bei dem Forum „Menschen bewegen“ waren zahlreiche Projekte vorgestellt und Zukunftsstrategien erörtert worden. Steinmeier kommt auch zum Deutschen Historikertag im September in Hamburg, bei dem „Glaubensfragen“ im Mittelpunkt stehen – die weltweiten Auseinandersetzungen zwischen Religions- und Glaubensgruppen. DT/dpa