Presserat: Öffentliche Rüge der Zeitschrift „Titanic“

Der Deutsche Presserat hat gegen die Zeitschrift „Titanic“ wegen ihres Papst-Titels eine öffentliche Rüge ausgesprochen. Die Darstellung von Papst Benedikt XVI. als inkontinent und mit Fäkalien beschmiert sei entwürdigend und ehrverletzend, urteilte das Gremium bei seiner Sitzung am Donnerstag in Berlin. Insgesamt gingen 182 Beschwerden bei dem Presserat ein. Zwar sei Satire die Freiheit, Kritik an gesellschaftlichen Vorgängen mit den ihr eigenen Stilmitteln wie Übertreibung und Ironie darzustellen, so der Presserat weiter. Im vorliegenden Fall sei die Grenze der Meinungsfreiheit jedoch überschritten worden. Ein Sachbezug zur Rolle des Papstes in der „Vatileaks“-Affäre sei nicht gegeben. Die Person Joseph Ratzinger werde von der Zeitschrift als „undichte Stelle“ tituliert und durch die befleckte Soutane der Lächerlichkeit preisgegeben. Dies sei nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt. DT/KNA