Ottfried Fischer spielt Märtyrerpriester Otto Neururer

In Innsbruck wurde ein Kinofilm über den im KZ Buchenwald ermordeten und 1996 seliggesprochenen Tiroler Priester Otto Neururer vorgestellt.

Über katholische Priester im KZ berichtet insbesondere Volker Schlöndorffs Spielfilm „Der neunte Tag“ (DT vom 22.11.2018). Nun wurde laut Kath.press in Innsbruck ein Kinofilm über den im KZ Buchenwald ermordeten und 1996 seliggesprochenen Tiroler Priester Otto Neururer vorgestellt. Der Märtyrerpriester wird vom bayerischen Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer dargestellt, der erstmals einen Film mitproduziert. „Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis“ erzählt von der Suche eines früheren Lebensborn-Kinds und eines alternden Schauspielers, einer jugendlichen Straftäterin und eines an Parkinson erkrankten Pfarrers nach den Spuren des 1996 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Märtyrerpriesters.

Der Film schildert aber auch die Lebensgeschichte Otto Neururers (1882–1940). Als Pfarrer in Götzens, Tirol, riet er einer jungen Frau von einer Heirat mit einem geschiedenen und aus der Kirche ausgetretenen Nationalsozialisten ab. Die Gestapo verhaftete ihn daraufhin am 15. Dezember 1938. Zunächst im Innsbrucker Gefängnis inhaftiert, wurde Neururer am 3. März 1939 ins KZ Dachau und am 26. September nach Buchenwald gebracht. Als Strafe für verbotenen Glaubensunterricht wurde er kopfüber an den Füßen aufgehängt. Er starb nach 36 Stunden qualvollen Todeskampfs. Ins Kino kommt der Film am 4. Oktober kommen. Nach der Premiere in Innsbruck ist die Aufführung in 60 Kinos österreichweit geplant. Ob er auch in Deutschland ins Kino kommt, ist noch nicht bekannt. J.G.