Mein Tagesposting: Terroristen-Jagd in Sachsen

Von Klaus Kelle

Der Terrorist aus Syrien aß noch Reis und Lammfleisch mit einigen Landsleuten und übernachtete in einer Flüchtlingsunterkunft. Dann sahen seine Gastgeber auf Facebook die Fahndungsaufrufe und Fotos nach dem 22-jährigen Dschaber al-Bakr, überwältigten ihn und riefen die Polizei. Eine tolle Geschichte, die sich da in den vergangenen Tagen in Chemnitz und Leipzig abspielte und letztlich zu einem guten Ende führte. Unser Rechtsstaat hat wieder einmal gesiegt.

Der Verfassungsschutz hatte, wie wir erfahren, bereits eine Akte über den Mann, der als Flüchtling in Deutschland aufgenommen wurde und Tod und Leid über andere Menschen bringen wollte. Im Namen Allahs, versteht sich. Die Sicherheitsbehörden wussten, dass der junge Terrorist „die Infrastruktur“ angreifen wollte, offenbar konkret den Zugverkehr und auch Flughäfen nach dem Vorbild von Brüssel. Das beherzte Eingreifen anderer syrischer Flüchtlinge, übrigens auch Muslime, verhinderte ein Blutbad. Und es ist mehr als gerechtfertigt, dass Bundeskanzlerin Merkel und Sachsens Ministerpräsident Tillich den „verantwortungsbewussten Mitbürgern“ ihren Dank im Namen von uns allen aussprachen. „Ich bin Deutschland so dankbar, dass es uns aufgenommen hat. Wir konnten nicht zulassen, dass er Deutschen etwas antut“, so wird der tapfere Syrer in Zeitungen zitiert, der den Terroristen an die Behörden auslieferte. Wer so unsere Regeln achtet und mit uns gemeinsam den Staat am Laufen hält – herzlich willkommen!

Zwei weitere Aspekte sind bei der ganzen Geschichte noch erwähnenswert. Nämlich: Wie hätten die deutschen Medien berichtet, wenn sich drei deutsche Männer auf die Suche nach dem verdächtigen Dschaber al-Bakr begeben, ihn in einer Wohnung „überwältigt“ und gefesselt hätten, bevor sie die Polizei gerufen hätten? Hätte die Berichterstattung da nicht vielleicht einen ganz anderen Zungenschlag bekommen? „Rechte“, die Flüchtlinge mit Gewalt angreifen? Nicht auszuschließen in einem Deutschland, in dem unser Justizminister den Eindruck erweckt, das größte Problem unseres Landes ist der Kampf gegen die Kritiker der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel.

Und damit kommen wir zum letzten Punkt, der nicht vernachlässigt werden sollte. Der verhinderte Terrorist aus Chemnitz ist als Flüchtling aus Syrien in unser Land gekommen. So wie der junge Afghane, der im Fränkischen vor einigen Wochen „Allahu akbar“ rufend mit einer Axt auf Fahrgäste losging. So wie der Flüchtling, der in Ansbach versuchte, sich auf einem Volksfest mit möglichst vielen Anderen in die Luft zu sprengen. So wie die ungefähr 1 500 Flüchtlinge aus Nordafrika, die in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof über Stunden ungehindert Jagd auf Frauen machten, klauten, grapschten und vergewaltigten. Große Probleme haben nie einfache Erklärungen. Und gerade Christen müssen Menschen in Not helfen. Aber dass sich dieses Land zum Nachteil verändert, dass die Kleinkriminalität für jeden erkennbar massiv zunimmt, und dass die Gefahr vor Terroranschlägen in Deutschland greifbar und alltäglich geworden ist – all das liegt letztlich in der Verantwortung einer Bundeskanzlerin, die mit dem lakonischen Ausruf „Wir schaffen das“ die Tür zu einer lange Zeit unkontrollierten Masseneinwanderung geöffnet hat. Durch diese Tür treten gute und weniger gute Menschen ein.