Mehrheit der Europäer sieht Big Data skeptisch

Die Mehrheit der Europäer beurteilt die massenhafte Sammlung, Auswertung und Nutzung von persönlichen Daten skeptisch. 51 Prozent sehen im Phänomen Big Data eher Nachteile als Vorteile; 32 Prozent betonen dagegen eher die Vorteile, heißt es in einer am Montag in Berlin veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag des Vodafone Instituts. Befragt wurden 8 000 Europäer in acht Ländern. Besonders skeptisch sind die Deutschen. Hier sehen 62 Prozent der Befragten bei Big Data mehr Nach- als Vorteile. In Irland sind es nur 38 Prozent. Am größten ist die Bereitschaft zur Sammlung und Analyse großer Datenmengen, wenn es um Verbesserungen bei der Entdeckung und Behandlung von Krankheiten geht. Dann sind europaweit 65 Prozent der Befragten bereit, ihre Daten anonym von Gesundheitsinstitutionen sammeln zu lassen. In Deutschland fänden das allerdings nur 42 Prozent der Befragten gut, während dies von 86 Prozent der Spanier und 79 Prozent der Italiener als begrüßenswert eingeschätzt wird. Mit der Sammlung, Speicherung und Analyse der Gesundheitsdaten in nicht anonymisierter Form sind im Durchschnitt noch 53 Prozent der befragten Europäer einverstanden, solange dies der eigenen Heilung oder der Heilung anderer dienlich ist. Dass Shops Daten sammeln, um personalisierte Angebote an den jeweiligen Kunden zu verschicken, wird in Deutschland nur von elf Prozent gutgeheißen. Demgegenüber stehen 60 Prozent der Spanier und 54 Prozent der Iren dieser Praxis aufgeschlossen gegenüber. DT/KNA