Medienbischof will keinen Verlautbarungsjournalismus

Medienbischof Gebhard Fürst wünscht sich ein positives Verhältnis der katholischen Kirche zur Medienwelt. Dazu gehöre auch ein offenes Diskussionsklima im Innern der Kirche, betonte Fürst am Dienstag in Bonn. Verlautbarungsjournalismus habe keine Zukunft. Als Beispiel verwies Fürst auf die Produkte der Bistumspresse. „Wir wollen keine bebilderten Amtsblätter, sondern journalistische Produkte.“ Bundesweit gibt es über 20 regionale Kirchenzeitungen; die Gesamtauflage liegt bei rund 600 000 Exemplaren. Fürst äußerte sich bei der Vorstellung des von ihm herausgegebenen „Katholischen Medienhandbuchs“. Das Handbuch spiegele die Vielfalt des kirchlichen Engagements im Medienbereich wider, so Fürst. Ob es gelinge, angesichts knapper werdender Mittel eine einheitliche Strategie zu erarbeiten, beurteilte der Bischof von Rottenburg-Stuttgart skeptisch. Aufgrund der Vielzahl der Akteure lasse sich ein Masterplan wohl nicht durchsetzen. DT/KNA